Rhein-Pfalz Kreis Verlegung beschlossen

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Der Haupt- und Finanzausschuss der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim hat den Pachtvertrag mit der Firma Süd-Müll gebilligt. Einer Verlegung des Beindersheimer Wertstoffhofs nach Heßheim sollte jetzt nichts mehr im Wege stehen.

„Da sich schon meine beiden Amtsvorgänger 2004 und 2010 mit dieser Angelegenheit beschäftigt haben, bin ich stolz darauf, dass es nun endlich geklappt hat“, sagt VG-Bürgermeister Michael Reith (SPD). Zuletzt hatte noch mal die CDU-Fraktion im Verbandsgemeinderat den geplanten Standort infrage gestellt. Wegen der Kosten und weil die Bürger einiger Ortsgemeinden dann einen weiteren Weg zum Wertstoffhof haben werden als bisher (wir berichteten im Dezember). Die Befürworter der Verlegung argumentieren, dass es auf dem neuen Gelände möglich sei, die Container zu versenken, sodass die Entsorgung von Sperrmüll und anderen Abfällen leichter sei. Der Grund für den Standortwechsel ist allerdings die unbefriedigende Verkehrssituation am jetzigen Wertstoffhof neben dem Agrarservice der RV Bank Rhein-Haardt. Außerdem spielt die Lambsheimer Bank mit dem Gedanken, ihr Warenlager zu vergrößern. Peter Frank (SPD) sagte deshalb in der Ausschusssitzung über die Verlegung: „Wir sichern den Standort eines mittelständischen Unternehmens und Steuerzahlers.“ Ewald Merkel (FWG) dagegen bedauert, dass kein besserer Platz für den Wertstoffhof gefunden worden sei. „Die jetzige Lösung ist leider nicht zu umgehen“, sagte er. Diese Lösung sieht so aus, dass die Firma Süd-Müll östlich ihrer Zufahrt zur Deponie an der Landesstraße 520 ein 1800 Quadratmeter großes Gelände zur Verfügung stellt und dafür auf die Dauer von 20 Jahren ab dem 1. Juni eine monatliche Pacht von 720 Euro bezahlt bekommt. Um den neuen Wertstoffhof herstellen zu können, bedarf es laut aktueller Auflistung der Verbandsgemeinde einer Investition von fast 170.000 Euro. In der Ratssitzung im Dezember war man von 200.000 Euro ausgegangen. Nach Angaben der Verwaltung gibt die RV Bank Rhein-Haardt einen Zuschuss von 40.000 Euro, und die Restkosten von rund 130.000 Euro werden im Verhältnis zwei Drittel zu einem Drittel auf den Abfallwirtschaftsbetrieb des Rhein-Pfalz-Kreises und die Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim verteilt. Letztere muss also etwas mehr als 43.000 Euro bezahlen. Der in der ursprünglichen Planung vorgesehene Fahrradweg südlich der L 520 kann nach Angaben von Bürgermeister Reith nicht umgesetzt werden, „weil wir in diesem Bereich kopfseitige Grundstücke haben und somit von allen Grundstückseigentümern ein Teilstück benötigen würden“. Nach der negativen Erfahrung mit dem Radweg zwischen Beindersheim und Großniedesheim, wo die Situation ähnlich war, sei man von dem Vorhaben abgekommen. Reith: „Als Zuwegung für die Fahrradfahrer wird entweder ein bereits ausgebauter Wirtschaftsweg von der Gerhart-Hauptmann-Straße in Heßheim zum Gelände von Süd-Müll oder der am nördlichen Rand der Landesstraße bestehende Radweg mit einer Überquerungshilfe verwendet. Dies wird noch geklärt.“

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