Rhein-Pfalz Kreis Verkehr, Supermarkt und halbe Zitronen

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Dannstadt-Schauernheim. Über was man in Dannstadt-Schauernheim redet? Natürlich über den Verkehr im Ort und den neuen Supermarkt-Standort. Am Stand der Redaktion vor Ort werden aber auch Tipps gegen Wespen ausgetauscht, es wird über die Wahl in der Türkei gesprochen – und natürlich über die RHEINPFALZ diskutiert.

Vielleicht, weil sich das Wetter nicht recht festlegen kann, ob es nun gut oder schlecht wird, können sich auch die Dannstadt-Schauernheimer nicht gleich entscheiden, ob sie sich auf den Weg zum RHEINPFALZ-Stand machen oder nicht. Die erste Viertelstunde: tote Hose. Dann stoppen Jeanette Klein und ihr Sohn Mathis auf einen Plausch, Kaffee und ein paar Gummibärchen. Klein besucht häufiger den Wochenmarkt in der Weinbietstraße. „Es gibt ein gutes Angebot.“ Und genau um dieses und die kleinen Geschäfte im Ort sorgt sie sich. „Mich bewegt, dass Edeka am neuen Standort die Verkaufsfläche verdoppelt. 1200 Quadratmeter hätten auch gereicht“, sagt sie. Jetzt werden es 1600. „Wer macht denn die Politik? Edeka oder die Gemeinde?“, fragt sie. Man sehe es an Orten wie Fußgönheim, dass die kleinen wegen zu großer Supermärkte schließen. Noch während Kleins Besuch schaffen es ein paar Sonnenstrahlen, sich durch die Wolken zu kämpfen, und ein paar Menschen zur Redaktion vor Ort. Wenn zu dieser positiven Entwicklung auch noch Lob für die Zeitung kommt, freuen sich Redakteure und Verlagsangestellte. Otto Kolb jedenfalls ist rundum zufrieden mit der RHEINPFALZ. „Ohne Zeitung morgens bin ich nur ein halber Mensch.“ Er ist dann schon der zweite, der den neuen Supermarktstandort neben dem neuen Friedhof ins Gespräch bringt. „Über den Ort kann man diskutieren. Klar ist, der alte Markt ist zu klein. Es fehlen Angebote.“ Renate Ditzmann und Christa Dittmann sind als Verkäuferinnen mit ihrem Honigstand auf dem Markt, kommen aber auch auf eine Tasse Kaffee rüber. Sie wünschen sich bessere Berichterstattung über die Arbeit der Imker. Mit der RHEINPFALZ sind die beiden zufrieden. „Sie ist wirklich gut gegliedert.“ Auch Ihsan Altindasoglu kommt vorbei, um der Zeitung ein Lob auszusprechen: „Ich finde es toll, dass viele verschiedene Sichtweisen drin sind – auch Themen, die türkischstämmige Menschen interessieren.“ Als Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Rheinland-Pfalz ist es ihm auch ein Anliegen, dass die unterschiedlichen Kulturen sich näher kommen. Eine regionale Tageszeitung könne da ihren Beitrag dazu leisten. Zwischendurch wechselt nicht nur das Wetter ein wenig, sondern auch von den Gästen kommt etwas Gegenwind auf – gegen die Gemeinde. „Die Ampelsituation ist unverändert“, sagt ein Gast, der nicht namentlich genannt werden will. Und auch die verdreckten Radwege stören ihn. Johannes Haus ist auch nicht begeistert von der Verkehrssituation und dem Problem Haubenlerche. Aber ihm brennt etwas anderes unter den Nägeln: das RP-Kennzeichen. „Ich habe noch ein LU-Kennzeichen“, erzählt er. Für ihn hat das LU-Nummernschild etwas mit Identität zu tun. Er ist sich sicher: Das geht den meisten Menschen im Kreis so. „Bei RP weiß niemand wo man herkommt“, sagte er. „Und wissen Sie, was die sagen, die es wissen, wenn sie RP lesen? Reiche Protzpälzer ist da noch nett.“ Es herrscht eben nicht immer eitel Sonnenschein. Ach so, diesen Tipp wollen wir Ihnen nicht vorenthalten: Eine halbe Zitrone mit Nelken gespickt soll helfen, Wespen zu vertreiben. (btw/cju)

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