Fussgönheim RHEINPFALZ Plus Artikel Verbessern, beruhigen, begrenzen: Rat diskutiert Verkehrsfragen

An der Ecke Keltenstraße / Speyerer Straße in Fußgönheim sollen Parkplätze eingerichtet werden.
An der Ecke Keltenstraße / Speyerer Straße in Fußgönheim sollen Parkplätze eingerichtet werden.

Mit dem Verkehr in Fußgönheim haben sich die Mitglieder des Gemeinderats in einer Sitzung am Mittwoch beschäftigt. Dabei wurde beschlossen, dass der Parkplatz in der Keltenstraße teils umgestaltet werden soll.

Ein Anwohner hatte sich darüber beschwert, dass häufig Fahrzeuge direkt an der Mauer seines Grundstücks parken würden. Beschlossen wurde daraufhin, dass an der Seite der Kreuzung Speyerer Straße und Keltenstraße zwei Parkplätze quer zur Straße ausgewiesen werden sollen und die Verbandsgemeindeverwaltung Maxdorf prüfen soll, ob ein weiterer Parkplatz in Längsrichtung möglich ist. Die Plätze sollen mit Pflanzkübeln begrenzt werden. Auf Anregung von Lothar Straßer (CDU) soll die Parkzeit möglichst begrenzt werden, so dass die Plätze nicht von Dauerparkern belegt werden. Eckhard Koch (CDU) votierte gegen die Umgestaltung, da er keinen Handlungsbedarf sehe und es wichtigere Aufgaben im Ort gebe.

Zustimmung fand ein Antrag der SPD, das mobile Tempomessgerät der Gemeinde, das auch die Zahl der vorbeikommenden Fahrzeuge erfasst, in der Elllerstadter Straße und in der Bahnhofstraße aufzustellen. Man erhoffe sich von den Ergebnissen der Messung und Zählung Aufschluss darüber, ob die neue Überquerungshilfe in der Ellerstadter Straße und die damit verbundene Verengung an der Ortseinfahrt sowie der neue Radweg nach Ellerstadt Auswirkungen auf den Verkehr haben, begründete SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Bauer den Antrag.

Speicherung des Messgeräts ist defekt

Als Standorte einigte man sich in der Ellerstadter Straße auf den Bereich zwischen Schlittweg und Ortsausgang und in der Bahnhofstraße auf den Bereich des dortigen Blumenladens. Er könne allerdings noch nicht sagen, wann der Beschluss umgesetzt wird, denn derzeit sei die Speicherung des Tempomessgeräts defekt, sagte Ortsbürgermeister Jochen Schubert (FWG). Das Gerät solle sobald wie möglich repariert werden. Am neuen Radweg nach Ellerstadt sollen laut dem Landesbetrieb Mobilität noch in diesem Jahr Bäume gepflanzt werden, berichtete Schubert.

Das Planungsbüro, das von der Verbandsgemeinde Maxdorf damit beauftragt ist, den Kanal in der Hauptstraße zu verlegen, soll auch Vorschläge machen, wie dort der Verkehr beruhigt werden könnte. Das beschlossen die Ratsmitglieder auf Antrag der CDU. Bei diesen Vorschlägen solle die Parksituation in der Hauptstraße sowie die Gestaltung eines Ortsmittelpunkts zwischen Schloss und Zugang Kerweplatz berücksichtigt werden, sagte CDU-Fraktionssprecherin Heike Seifert-Leschhorn. Rudolf Renner (FWG) äußerte die Ansicht, dass man sich die Kosten für die Arbeit eines Planungsbüros sparen könne, stattdessen könnte ein Arbeitskreis mit Mitgliedern des Gemeinderats Vorschläge erarbeiten. Schubert schlug vor, dass ein Arbeitskreis zusätzlich zu dem Planungsbüro Vorschläge vorlegen könne.

Kurzzeitparkplätze: Einzeichnen geplant

Die von der CDU bereits vor 16 Monaten geforderte Einzeichnung von zwei Kurzzeitparkplätzen in Höhe der VR-Bank in der Hauptstraße werde von der Verwaltung derzeit geplant, so Schubert. Die Verwaltung habe damit gewartet, bis die Bauarbeiten in der Hauptstraße abgeschlossen sind. Die Verbandsgemeindeverwaltung habe im Übrigen mitgeteilt, dass das vom Gemeinderat geforderte Durchfahrtsverbot für Lkw durch Fußgönheim nicht möglich sei, teilte Schubert auf Anfrage von Eduard Koch mit.

Laut Landesbetrieb Mobilität seien an der L 525 vor einiger Zeit zusätzliche Leitpfosten und Verkehrszeichen installiert worden. Trotz eines tödlichen Unfalls sei die Landesstraße in diesem Bereich kein Unfallschwerpunkt und es seien deshalb keine weiteren Maßnahmen erforderlich, berichtete Schubert. „Das ist eine Todesstraße“, ereiferte sich Markus Leppla (CDU). Er könne nicht verstehen, dass der LBM nichts tun wolle.

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