VG Lambsheim-Hessheim
Verbandsgemeinde nimmt Energieverbrauch ihrer Immobilien unter die Lupe
Zusammen mit vier Städten, drei Landkreisen und drei weiteren Verbandsgemeinden sowie mithilfe der Energieagentur Rheinland-Pfalz will die VG Lambsheim-Heßheim ihren Energieverbrauch analysieren. Projektstart war laut Klimaschutzmanagerin Maria Elmer Mitte Juni. Parallel dazu hat der Verbandsgemeinderat Ende Mai die Erarbeitung eines kommunalen Liegenschaftskonzepts beschlossen: Gebäude und Grundstücke, etwa Rathäuser, Schulen, Kindergärten, Büchereien und Museen, werden hinsichtlich ihrer Nutzung und des Energieverbrauchs unter die Lupe genommen.
Dazu wird Maria Elmer zunächst alle Daten zusammentragen, also die Strom-, Öl- oder Gasrechnungen der vergangenen drei Jahre für jede Immobilie in übersichtlichen Tabellen erfassen und schauen, welche Räume wie genutzt werden. „Ganz so, wie es auch im privaten Rahmen geschieht, wenn man guckt, wo man vielleicht an Strom und Heizung sparen kann“, erklärt Elmer. Diese Daten bildeten die Grundlage für alle weiteren Schritte.
Elmer rechnet mit etwa zwei bis drei Jahren für diese Aufgabe, denn sie sei zwar „relativ simpel, aber aufwendig“. Parallel soll in dieser ersten Phase geschaut werden, welche kleinen und finanziell günstigen Möglichkeiten es gibt, sofort Energie einzusparen. Beispiele sind das Abdichten von Fenstern, Türen und Rohren oder der Austausch alter Thermostatventile.
Energiemanagement als laufendes Geschäft
In der zweiten Phase werden Möglichkeiten ausgelotet, das jeweilige Gebäude möglichst sparsam zu sanieren, und es wird eine Organisationsstruktur innerhalb der Verwaltung geschaffen. Ziel soll es sein, dass das Energiemanagement langfristig „nebenbei im Tagesgeschäft abgearbeitet“ werden kann, wie Elmer erklärt. Auf Grundlage der Daten könnten dann in den Folgejahren je nach technischem und finanziellem Aufwand Sanierungen komplett oder stückweise erfolgen.
„Wenn die Basis, also die erfassten Daten, stimmt, kann jeder, der sie zur Hand hat, ob Bauamt oder eine andere Abteilung, leicht überblicken, was gemacht werden muss“, erläutert Maria Elmer. Bei Neubauten in der VG sei sie als Klimaschutzmanagerin bereits in der Planungsphase involviert, um das gesteckte Ziel zu erreichen, so klimafreundlich wie möglich zu bauen, „ohne gleichzeitig die Kosten nach oben zu treiben“.