Rhein-Pfalz Kreis Veraltete Wegweiser

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Zehn Jahre ist es her, dass die Betreiber des Restaurants Petersilie Dirmstein verlassen haben. Dennoch weist ein Schild an der Landesfechtschule noch heute Besucher auf das Lokal hin. Wir haben die Gemeindespitze dazu befragt und erfahren: In dieser Sache hinkt Dirmstein der Zeit hinterher, doch in einer anderen Schildersache steht sie kurz vor dem Durchbruch.

„Ja, es stimmt“, sagt Ortsbürgermeister Bernd Eberle (FWG). „Es gibt da zwei, drei Schilder, die endlich mal weg müssten. Aber unserem Bauhof kommt halt immer wieder etwas Dringenderes dazwischen.“ Eberle spricht von den Schilderbäumen, die an bestimmten Stellen im Dorf stehen und die Richtung zu Sehenswürdigkeiten, Weingütern und anderen Betrieben anzeigen. „Das war damals eine konzertierte Aktion“, erinnert sich der Bürgermeister. Im Einvernehmen zwischen Gemeinde und Betrieben waren die Pfosten und Wegweiser aufgestellt worden, jedes einzelne grün-weiße Schild gehört aber dem jeweiligen Auftraggeber. Wenn die Gemeinde es entfernen lässt, muss sie es dem Eigentümer zurückgeben. Die entsprechenden Personen sollen jetzt mal angeschrieben werden. Andersherum ist es so: Wenn ein Betrieb, beispielsweise der zweite Nachfolger der Petersilie, das neue Café Pustekuchen, an der Landesfechtschule auf sich aufmerksam machen möchte, muss sich der Inhaber laut Eberle selbst darum kümmern. Er muss solch ein Schild anfertigen lassen und selbst montieren. Apropos: Was ist eigentlich aus dem Vorhaben geworden, bestimmte Dirmsteiner Straßen mit einem Zusatzschild zu versehen, das ihren Namen erklärt? Im Februar hatte der Ausschuss für Kultur, Soziales, Sport und Fremdenverkehr darüber ausführlich beraten (wir berichteten). Zuständig dafür ist Beigeordneter Stefan Haas (CDU). Er hat gute Nachrichten: „Die Legendenschilder für neun Straßen sind vor etwa drei Wochen in Auftrag gegeben worden.“ Jetzt komme es darauf an, wie schnell die Firma liefere. Damit alles gut zusammenpasse, habe der Ausschuss beschlossen, in einigen Straßen die Namensschilder von blau-weiß auf weiß-schwarz umzustellen. Inklusive der Tafeln für die Erklärung des jeweiligen Straßennamens koste das alles nur rund 550 Euro. Knapp 900 Euro habe die Gemeinde laut Haushaltsplan deshalb noch für Hinweise an ihren historischen Gebäuden übrig. Damit müsse sich der Ausschuss aber noch einmal gesondert befassen, so Haas. (ww)

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