Dannstadt-Schauernheim Unvergessliche Ferien in der Natur: Programm der Kinder und Jugendpflege beliebter denn je
„Die Kinder rennen uns die Bude ein“, bemerkte die Beigeordnete Marion Strese (CDU) vor Kurzem am Rande der Vorstellung des Jugendpflege-Programms im Zentrum Alte Schule in Dannstadt. Ein Blick auf die Internetseite der Jugendpflege zeigt, was sie damit meint: Hinter vielen Angeboten steht schon länger der Vermerk „bereits ausgebucht“. Dennoch soll kein Interessent aus der Verbandsgemeinde zu kurz kommen, wie Jugendpflegerin Iris Buchenau erklärt. So seien etwa in den Sommerferien bei den Betreuungsangeboten zwei Wochen für jedes Kind möglich. Eine Woche in der beliebten Ortsranderholung (ORE) „Wasser und mehr“, die in den ersten drei Ferienwochen im Freibad Hambach veranstaltet wird. Und eine weitere Woche in der Ortsranderholung „Pfälzerwald“, die in der zweiten Sommerferienhälfte ansteht.
Die Ferien- und Freizeitangebote sollen nicht nur berufstätigen Eltern eine Betreuungsalternative bieten, sondern vor allem den Erfahrungshorizont der Kinder und Jugendlichen erweitern. Mit diesem Anspruch stellen die Jugendpfleger Pia Thomé-Schulz, Thomas Göhner und Iris Buchenau jedes Jahr ein umfangreiches Programm zusammen, das weit über die Ferienprogramme anderer Gemeinden hinausgeht.
So waren in diesem Jahr bereits Jugendliche ab zwölf Jahren zum Skifahren in Hasliberg in der Schweiz. Und in der Woche vor Ostern ging es für eine Gruppe Acht- bis Zwölfjähriger zu einer Abenteuer-Freizeit in die Vogesen. Das alte Bauernhaus in der Naturoase Tendon war zum ersten Mal das Ziel einer Fahrt der Jugendpflege.
Den Blick schärfen
Weiter geht es direkt nach Ostern mit den Kinder-Erlebnis-Tagen, bei denen die Teilnehmer von acht bis zwölf Jahren Wald- und Kooperationsspiele machen und wandern. „Es macht den Kids unglaublich viel Spaß“, weiß Thomas Göhner, der das erlebnispädagogische Angebot leitet. Am Samstag, 10. Mai, begibt der Jugendpfleger sich mit sieben Kindern auf eine Fahrradtour unter dem Motto „Schöne Wege, schöne Ziele“. Eine Foto-Safari im Schwetzinger Schlosspark für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren steht am Samstag, 17. Mai, an. „Fotografie öffnet die Augen und schärft den Blick“, ist Göhner überzeugt.
Die Escape-Wanderung am Sonntag, 15. Juni, ist ganz neu im Programm. „Befreit Igel Albert!“ lautet der Auftrag für die Neun- bis Zwölfjährigen, die sich vom Kulturhof Schrittmacher in Dannstadt aus auf ihre Mission begeben. Erst wenn sie alle Rätsel gelöst haben, können sie Albert aus der Gewalt des frechen Waldgnoms befreien.
Bei der ORE auspowern
Die Sommerferien sind mit den beiden Ortsranderholungen gefüllt. In den ersten drei Wochen heißt es: „Wasser und mehr“. Je 46 Kinder ab sechs Jahren schlagen dann pro Woche ihr Basislager im Freibad Hambach auf und powern sich beim Schwimmen, Beachvolleyball, Tischtennis, Fußball oder Geocaching so richtig aus. Auch Bastelangebote und Spiele stehen zur Verfügung.
In der zweiten Sommerferienhälfte geht es jede Woche in den Pfälzerwald. Grundvoraussetzung ist die Freude an der Betätigung in der Natur, denn im Wald steht mit Lagerbau, Schnitzen, Seilaktionen, Kooperationsspielen und Wandern jede Menge Action auf dem Programm.
Je 15 Jugendliche – einmal Jüngere ab 13 Jahre sowie bei einer zweiten Fahrt die älteren ab 15 Jahren – nimmt Pia Thomé-Schulz wieder mit auf eine Jugendfreizeit nach Italien. Dabei hat die erfahrene Jugendpflegerin immer im Blick, dass neben dem Spaß auch das Abenteuer nicht zu kurz kommt. „Das Ziel ist, dass sie reifen“, sagt sie. Dazu unternimmt sie mit ihnen Dinge wie Flusswanderungen oder klettert mit der Gruppe hinab zu einsamen Stränden.
In den Herbstferien fährt Iris Buchenau mit einer Gruppe zur Spiele-Freizeit ins Kirschtal. Wie bei den übrigen Freizeiten auch, müssen die Teilnehmer sich dort selbst versorgen, also gemeinsam kochen, aufräumen und auch Putzdienste übernehmen. Im Mittelpunkt stehen bei dieser Aktion Spiele aller Art, auch Ausflüge sind geplant.
Außer den verschiedenen größeren Fahrten bietet die Jugendpflege weitere Kletterausflüge und Waldtage an, die jeweils im Amtsblatt angekündigt werden. Und außerhalb der Ferien öffnen regelmäßig die Kinder- und Jugendtreffs in der VG. Viel zu tun also für die Jugendpfleger, die nebenbei noch organisatorische und administrative Aufgaben übernehmen. Doch alle drei sind hochmotiviert und bekräftigen: „Wir machen es gerne, weil wir einen Heidenspaß dabei haben.“
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