Maxdorf RHEINPFALZ Plus Artikel Unfallstatistik der Polizeiwache Maxdorf: 452 Mal hat es gekracht

Zu geringer Abstand ist eine der Hauptursachen für Unfälle.
Zu geringer Abstand ist eine der Hauptursachen für Unfälle.

Ein paar Verkehrsunfälle weniger als im Vorjahr hat die Polizeiwache Maxdorf 2019 in ihrem Dienstgebiet verzeichnet. 452 waren es insgesamt, an 123 davon waren Senioren ab 65 Jahren beteiligt. Deutlich zurückgegangen ist die Anzahl der Verunglückten. Und: Tote gab es keine.

30 Prozent. Der prozentuale Anstieg klingt zunächst einmal nach ziemlich viel. Der Blick in die absoluten Zahlen relativiert die Statistik dann ein wenig. 2018 gab es im Zuständigkeitsbereich der Polizeiwache Maxdorf, zu dem auch Birkenheide, Fußgönheim sowie Lambsheim gehören, sieben Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss. 2019 waren es zehn. Das geht aus der Verkehrsunfallstatistik für das vergangene Jahr hervor, die die Dienststelle nun veröffentlich hat. Auf Drogeneinfluss ist derweil kein Unfall zurückzuführen. 2018 war es noch einer.

Insgesamt kam es 2019 in den vier Orten zu 452 Verkehrsunfällen, das sind neun weniger als im Vorjahr. Die Polizei spricht von einem „geringfügigen Rückgang“. Auf die Dörfer verteilt ergibt sich folgendes Bild: 210 Unfälle waren es in Maxdorf, 146 in Lambsheim, 49 in Birkenheide und 45 in Fußgönheim. Insgesamt registrierte die Polizei 122 Unfallfluchten, bei denen sich der Verursacher vom Unfallort entfernte. Mit gut 42 Prozent konnte weniger als die Hälfte der Fälle aufgeklärt werden.

Mehr Unfälle mit Schwerverletzten, aber insgesamt weniger Verunglückte

Erfreulich sei hingegen, dass es erneut keinen Verkehrstoten zu verzeichnen gebe. Ebenfalls positiv sei, dass die Anzahl der Verunglückten, sprich Getötete, Leicht- und Schwerverletzte, um 19 zurückgegangen sei, von 88 auf 69. Das entspricht einem Rückgang von rund 27,5 Prozent – und das, obwohl es fünf Unfälle mit Schwerverletzten mehr gegeben habe, wie die Polizei herausstellt. 18 Vorfälle waren in dieser Kategorie zu verzeichnen.

Zwei Hauptursachen führt die Statistik als Gründe für die Verkehrsunfälle an. Gut 30 Prozent seien auf fehlenden Abstand zurückzuführen, was den Schluss nahelegt, dass es sich um Auffahrunfälle handelt. Fehlende Sorgfalt beim Wenden oder Rückwärtsfahren war bei gut 22 Prozent der Auslöser für den Unfall – der klassische Parkrempler, auf Supermarktparkplätzen beispielsweise. 32 Unfälle ereigneten sich, weil die Verkehrsteilnehmer zu schnell gefahren sind. Das entspricht einem Anteil von gut sieben Prozent. Missachtete Vorfahrt war in rund zehn Prozent der Grund für einen Unfall.

Zwei Risikogruppen – junge Fahrer und Senioren

Interessant ist auch immer ein Blick auf die Unfallbeteiligten. An 79 Verkehrsunfällen waren junge Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren beteiligt, was einem Anteil von rund 17,5 Prozent entspricht. Bei 55 dieser Unfälle trug der junge Fahrer die Hauptschuld am Unfall. Dem gegenüber stehen 123 Unfälle, mehr als ein Viertel aller Unfälle, bei denen Senioren ab 65 Jahren involviert waren, an 78 davon trug der Senior auch die Hauptschuld. Verletzt wurden insgesamt 18 Senioren, fünf davon schwer. 30 Radfahrer waren 2019 an Unfällen beteiligt, was einem Anteil von exakt 6,64 Prozent am Gesamtunfallaufkommen entspricht. „Im Langzeitvergleich liegen wir damit auf dem höchsten Niveau seit 2015“, heißt es von der Polizei. Bei drei Unfällen war ein Pedelec beteiligt.

Deutlich gestiegen ist die Anzahl der Unfälle mit Kindern, und zwar von sechs im Jahr 2018 auf elf. Prozentual ist das ein Zuwachs von gut 45 Prozent. Sieben Kinder wurden laut Polizei verletzt, eines davon schwer. Dabei handelte es sich um einen von zwei Unfällen auf dem Schulweg. In acht Fällen war das Kind auf dem Fahrrad unterwegs, wie aus der Polizeistatistik hervorgeht.

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