Rhein-Pfalz Kreis Umgehung: Gespräch über Trassenänderung

Der vorweihnachtliche Besuch einer Delegation aus dem Rhein-Pfalz-Kreis beim Verkehrsministerium in Mainz hat in Sachen Umgehungsstraßen kaum Neues gebracht. Für Bobenheim-Roxheim werden eventuell die Vorteile einer Trassenänderung geprüft.
Von dem Treffen mit Verkehrsstaatssekretär Andy Becht (FDP), Vertretern des Landesbetriebs Mobilität (LBM) und einem Mitglied des Finanzressorts berichtet auf Anfrage der RHEINPFALZ Landrat Clemens Körner (CDU). Er und die Bürgermeister von Bobenheim-Roxheim, Böhl-Iggelheim und Römerberg hatten mehr über die Liste der 17 vom Land für den Bau ins Auge gefassten Umgehungsstraßen wissen wollen. Man sei froh gewesen, als vor einem Jahr alle drei Vorhaben dieser Art im Rhein-Pfalz-Kreis unter rund 160 Umgehungsplänen im Land ausgewählt worden seien, schickt Körner vorweg. Wie es nun aber weitergeht, war ihm und den Politikern in den betroffenen Gemeinden nicht klar. „Für Böhl-Iggelheim kann 2019 das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden“, lautet jetzt eine Erkenntnis des Landrats. Für Römerberg dagegen seien noch Absprachen wegen der Trasse nötig, denn die geplante Umgehung werde zum Teil Landes-, zum Teil Kreisstraße sein. Für das Projekt liegt die Entwurfsplanung vor. In diesem, allerdings schon genehmigten Planungsstadium befindet sich auch die Bobenheim-Roxheimer Umgehungsstraße, die im Westen von unterhalb des Südrings bis zur und über die L 457 (Verbindung nach Kleinniedesheim) verlaufen soll. In der Anfang November vom Land veröffentlichten Rangfolge der 17 Projekte nimmt dieser Straßenneubau nur Platz zwölf ein, vermutlich wegen des niedrigen Kosten-Nutzen-Faktors, den der LBM errechnet hat (wir berichteten). Der Nutzen könnte vergrößert werden, wenn die Straße nicht nur eine Umfahrung von Bobenheim bedeuten würde, sondern auch Verkehr aus Richtung Großniedesheim und/oder Beindersheim aufnehmen könnte. Dazu müssten ein oder zwei Anschlüsse an die neue Straße hergestellt werden. Landrat Körner ist, wie berichtet, an dieser Möglichkeit sehr interessiert, unter anderem weil sie die Verkehrsinfrastruktur im nördlichsten Zipfel des Rhein-Pfalz-Kreises verbessern würde. Die Frage wäre nur, wie man vermeidet, dass der Teil der L 523, der eng an Roxheim vorbeiführt, nicht noch mehr Verkehr bekommt als jetzt schon. Die Idee, dass durch eine Umplanung mehr Landesbürger von der Umgehungsstraße profitieren, das Preis-Leistungs-Verhältnis trotz höherer Kosten besser wird und das Projekt auf der Prioritätenliste nach oben klettert, soll laut Körner in die nähere Prüfung geschickt werden.