Otterstadt
Theo Böhm siegt deutlich: Die Stimmen nach der Wahl
Theo Böhm konnte seinen Wahlsieg am Sonntagabend kurz nach Bekanntgabe des Ergebnisses noch gar nicht richtig fassen. „Ich bin blutleer“, sagte der 54-jährige Kandidat von der CDU. Der Auszählung im Remigiushaus wollte er vor Aufregung lieber nicht direkt beiwohnen. „Ich bin sehr emotional“, sagte Böhm im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Er müsse erst einmal eine Nacht schlafen, um das Ergebnis zu realisieren.
Der ausgebildete Chemielaborant, der in der Qualitätskontrolle in der BASF arbeitet, wird auf seinen Parteikollegen Bernd Zimmermann folgen. Zimmermann war nach 15 Jahren im Amt nicht noch einmal bei der Wahl angetreten.
Theo Böhm, der in Otterstadt aufgewachsen ist, dort sehr verwurzelt ist und geschätzt wird, erzielte 56,1 Prozent. Das waren 1011 Stimmen. Auf seine Gegenkandidatin Bianca Staßen (SPD) entfielen 43,9 Prozent und damit 792 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 71,1 Prozent. 60 Stimmen waren ungültig.
„Ich bin natürlich happy über das Ergebnis, bedanke mich bei meinen Wählerinnen und Wählern und hoffe, dass ich einen guten Job machen werde“, sagte Böhm. Seinen Wahlsieg feierte er am Abend mit Familie, Freunden und allen Wahlhelfern aus dem Remigiushaus, die Böhm spontan zu sich nach Hause eingeladen hatte.
Trotzdem Grund zum Feiern
Auch bei Bianca Staßen wurde am Sonntagabend im Garten gefeiert – trotz ihrer Wahlniederlage. „Es ist, wie es ist, wir feiern trotzdem“, sagte die SPD-Kandidatin, die am Montag, einen Tag nach der Wahl, 48 Jahre alt wird. Sie erzählte im RHEINPFALZ-Gespräch, dass sie bereits mit einer Niederlage gerechnet habe, als die Europawahl-Ergebnisse ausgezählt wurden und sich abzeichnete, dass die SPD dort Verluste verkraften muss. „Ich bin natürlich enttäuscht, weil man zu einer Wahl antritt, um zu gewinnen, aber es war ein sehr fairer Wahlkampf von Theo“, lobte Staßen ihren Gegenkandidaten. „So geräuschlos war es schon lange nicht mehr“, ergänzte sie.
Die SPD-Politikerin arbeitet hauptberuflich als Lehrerin an der Integrierten Gesamtschule in Speyer und ist seit Jahren in der Kommunalpolitik auf Kreis-, Verbandsgemeinde- und Ortsgemeinde-Ebene aktiv. Angesprochen auf einen möglichen Beigeordneten-Posten neben Böhm sagte Staßen, dass sie sich das Amt vorstellen könne. „Die Gespräche müssen aber erst noch geführt werden“, ergänzte sie. Wer neben Böhm in den kommenden fünf Jahren die Geschicke von Otterstadt lenkt, ist auch abhängig vom Ergebnis bei den Ortsgemeinderatswahlen. Diese Stimmen werden am Montag ausgezählt.