Rhein-Pfalz Kreis Teuerste Variante bevorzugt

Dannstadt-Schauernheim. Der Assenheimer Weg im Ortsteil Schauernheim wird dieses Jahr ausgebaut. Dabei soll auch die Einmündung in die Speyerer Straße entschärft werden. Das hat der Ortsgemeinderat am Dienstag beschlossen. Die Bruttokosten werden auf 360.000 Euro geschätzt.
Dass der Ausbau dieses Jahr erfolgen soll, hatte der Rat bereits 2011 im Ausbauprogramm festgelegt. Bei dieser Gelegenheit wird das Abwasserwerk der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim zunächst auf der gesamten Länge des Assenheimer Wegs den Kanal sowie die Hausanschlussleitungen erneuern. Anschließend wird die Straße auf klassische Weise ausgebaut: Gehweg, Entwässerungsrinne, Fahrbahn, Entwässerungsrinne, Gehweg. Die Fahrbahn bekommt einen Asphaltbelag und einen 55 Zentimeter hohen frostsicheren Aufbau. Der entsprechende Aufbau für die Gehwege umfasst 40 Zentimeter. Zugleich wurden in den zurückliegenden Monaten drei Varianten für die Einmündung in die Speyerer Straße diskutiert. Diese Stelle möchten die Ratsmitglieder schon seit Langem entschärfen, da der Assenheimer Weg hier eng und der Verkehr in der Speyerer Straße kaum einzusehen ist. Bei der ersten, günstigsten Lösung wäre nur der Bestand ausgebaut worden, erläuterte Sachbearbeiter Volker Bönicke von der Verwaltung. Es hätte sich also nichts geändert. Bei der zweiten Möglichkeit wären der nördliche und südliche Gehweg an der Einmündung verbreitert worden. Dadurch hätten sich die Sichtwinkel vergrößert und die Fahrbahnbreite der Speyerer Straße von 6,10 Meter auf 5,20 Meter verringert. Das wiederum hätte zum Beispiel die Begegnung zweier entgegenkommender Lastwagen unmöglich gemacht. Variante drei sieht Bönicke zufolge vor, die Speyerer Straße auf einer Länge von 45 Metern nach Osten zu versetzen. Die Fahrbahnbreite ändere sich dabei nicht, allerdings werde der kombinierte Geh- und Radweg gegenüber der Einmündung um circa 25 Zentimeter enger und sei dann nur noch 2,20 Meter breit. Bei den Abstimmungsgesprächen mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Speyer habe die Behörde diese Lösung, die zugleich die teuerste ist, bevorzugt. Almut Schaab-Hehn (Grüne) schlug vor, stattdessen aus dem Assenheimer Weg eine Einbahnstraße in Richtung Neubaugebiet zu machen. Aus dem Gebiet heraus könnten die Leute über den parallel verlaufenden Alsheimer Weg gelangen. In diesem Fall würde die billigste Ausbauvariante mit geschätzten Gesamtkosten von 320.000 Euro genügen. Das lehnten die CDU- und die SPD/FDP-Gemeinschaftsfraktion strikt ab. „Damit erzeugen Sie unweigerlich mehr Verkehr, wenn die Leute ums Karree fahren. Das ergibt überhaupt keinen Sinn“, sagte Klaus Dissinger (CDU). Die Mehrkosten von 40.000 Euro seien durch die deutlichen Vorteile der dritten Variante gerechtfertigt. Ähnlich sah das Marc Hauck (Gemeinschaftsfraktion). Die Architekten hätten die klaren Vorteile, etwa die besseren Sichtwinkel, aufgezeigt, weshalb nur diese Lösung wirklich zukunftsfähig sei. Nicht zuletzt bevorzuge auch der LBM Variante drei. Ortsbürgermeister Bernd Fey (CDU) wies darauf hin, dass sich daneben der Bauausschuss einstimmig für diese Vorgehensweise ausgesprochen und der Rat die Einbahnregelung nach ausführlichen Diskussionen vor Jahren schon abgelehnt habe. Am Ende stimmte der Rat der Entwurfsplanung bei einer Enthaltung zu. Die Einmündung soll gemäß Variante drei umgestaltet werden. Die Arbeiten werden nun ausgeschrieben. Mit der Erstbeweissicherung wurde das Ingenieurbüro Meier aus Deidesheim beauftragt. 30 Prozent der voraussichtlichen Kosten von 360.000 Euro wird die Ortsgemeinde bezahlen, der Rest wird über das Straßenausbauprogramm finanziert.