Rhein-Pfalz Kreis Streifzug durch die Musikgeschichte

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Fussgönheim. Das Thema „Musikalischer Streifzug“ hat am Sonntag bei „goldenem Oktober“-Wetter die Besucher in Scharen zum Umzug der 67. Fußgönheimer Brauchtumskerwe gelockt. Der über 40 Nummern zählende Lindwurm war einer der Höhepunkte beim Ortsfest, das bis heute gefeiert wird.

Frühmorgens war Weckruf mit Pauken und Trompeten durch die ASV-Freizeitkicker in Frack und Zylinder. Zahlreiche Vereine vom Ort und auswärtige Gruppen beteiligten sich dann am Umzug. Passend zum Motto kamen Musikfreunde auf ihre Kosten, von Gospelklängen über Rock’n’Roll, Jazz und Beat bis zu leisen Tönen. Mittelalterliche Klänge mit Drehleier und Laute in historischen Kostümen spielte Geigenbauer Ernst Käshammer mit seiner Gruppe vom Heimat- und Kulturkreis. Die „Nonnen“ um Monika König aus Ruchheim gaben „Sister Act“ zum Besten, während Pfarrer Raimund Röther mit seinen Messdienern „König Fußball“ huldigte. „Tierisch“ waren die „Bremer Stadtmusikanten“ der Gruppe Julia König sowie die Landfrauen mit „König der Löwen“ unterwegs. Ob „musikalische Weihnachtsboten“ der Familie Schädlich, Katja-Ebstein-Songs der ASV-Turnerfrauen oder die „Fußgennemer Schrotttrommler“ des Kerwefördervereins – alle sorgten für Schwung. Andreas Sprinzl, Vorsitzender des Kerwefördervereins, Jürgen Weckebrod und Gudrun Bethmann erinnerten an den Welterfolg „Riverdance“. Im Frack verwies der Gesangverein „Germania“ auf sein 120-jähriges Bestehen. „Fußball ist unser Leben“, sang eine stattliche Anzahl ASV-Buben. In feiner Garderobe bot Verena Wilhelm mit Freunden „Charleston“. „Schlagerparade“ hieß der Beitrag von Petra Bangert und Freunden. Das Musical „Starlight Express“ bot der Cäcilienverein, Mozarts „Zauberflöte“ hatte die Gruppe „Guud druff“, Frauen der Freizeitkicker, übernommen. Elektromusik spielte die Gruppe Marnet und König. „Renners Junggemüse“ mischte viel Vitaminreiches unters Volk, ebenso weitere Erzeuger, organisiert von Neubürger Siegfried Kisker. Auf den „Grumbeerkreisel“ anspielend zog Landtagsabgeordneter Johannes Zehfuß (CDU) einen über 100 Jahre alten Kartoffelernter. Das Jugendhaus Fußgönheim erinnerte mit der Seniorengruppe „Sonniger Herbst Maxdorf“ an das Musical „Cats“. Dabei waren auch die „Kerwe-Crew“, die „Boys“ und die „Halbstarken“ als „Stadtaffen“. „Die Anonymen“ widmeten sich Michael Jackson. Vorgestellt wurden die Zugteilnehmer von Brigitte Gebhard, Reinhard Paulick und Werner Meininger. Sieben Quadratmeter „Krimmelkuche“ hatten Udo Hahn und Roger Klein für den Umzug gebacken. Zum Finale rockte Wout Willems als Elvis Presley den Schlosshof und Kerweparre Markus Hammer hielt seine Kerweredd. Zum Auftakt am Freitag gab es den Fassbieranstich von Ortsbürgermeisterin Marie-Luise Klein (SPD) mit Andreas Sprinzl und ASV-Chef Jürgen Hummel. Heute wird um 21 Uhr am Bürgerhaus die Kerwe beerdigt. Danach hat die Jugend im ASV-Zelt das Kommando. (fll)

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