Rhein-Pfalz Kreis Straßenausbau: Zeitplan für 17 Sanierungen

Bobenheim-Roxheim. Bei zwei Gegenstimmen hat der Gemeinderat Bobenheim-Roxheim am Mittwoch den Vorschlag der Verwaltung zum Straßenausbauprogramm gebilligt. In den nächsten zehn Jahren sollen 17 Straßen saniert werden.
Los geht es in diesem Jahr mit der Georgen- und der Kleinniedesheimer Straße sowie einem Teil der Theodor-Heuss-Straße, für die hauptsächlich der Rhein-Pfalz-Kreis zuständig ist. Der Ausbau dieser Kreisstraße wird sich bis 2017 hinziehen, wenn auch die Albert-Einstein-Straße neu gemacht wird. Darüber hinaus sieht der Zeitplan folgende Ausbauten vor: 2018 Carl-Spitzweg-Straße und Am Weißen Pfad, 2019 Im Gehren, 2019 und 2020 Max-Planck-Straße, 2020/21 Albrecht-Dürer-Straße, 2021 Mozartstraße, 2022 Siemens- und Carl-Benz-Straße, 2023 Johann-Sebastian-Bach- und Lucas-Cranach-Straße, 2024 Berliner Straße und 2015 Industriestraße und Silcherring. Wie berichtet, basiert dieser Plan auf einer Erhebung mit dem schnellfahrenden Messsystem Argus. Die Bauabteilung hat so technische Daten über den Zustand jeder Bobenheim-Roxheimer Straße bekommen und eine Einordnung in „sehr gut“ bis „sehr schlecht“ vorgenommen. Ein Teil der sehr schlechten Straßen – insgesamt machen sie 54.000 Quadratmeter aus – soll mittelfristig erneuert werden, und zwar halbwegs gerecht in beiden Ortsteilen. Wie viel das die Gemeinde und die Beitragszahler kosten wird, wurde in der Ratssitzung nicht gesagt. Das hängt auch von der Art des Ausbaus ab, der für jede Straße zu gegebener Zeit entschieden wird. Während alle anderen Fraktionen damit einverstanden waren, verlangte Matthias Vettermann von den Grünen ein Vertagen der Angelegenheit. Seine Fraktion fände es besser, wenn sich der Rat zuerst über ein „menschen- und kinderfreundliches Verkehrskonzept für den ganzen Ort“ Gedanken machen würde. „Wenn wir die Straßen losgelöst voneinander einfach nur so ausbauen, wie sie jetzt gestaltet sind, dann werden wir über längere Zeit dort nichts mehr verändern“, sagte Vettermann und verwies auf das seiner Ansicht nach vorbildliche Konzept der Stadt Mannheim. Ursula Reinhart (fraktionslos) schloss sich dem an und stimmte mit Vettermann gegen das Ausbauprogramm. Sitzungsleiter Stefan Butsch (SPD) sagte, Radwege einzuplanen sei vielfach wegen der Enge der Straßen nicht möglich. Mehrere Ratsmitglieder meinten, dass Vettermanns Anliegen bei der jeweiligen Ausbauplanung berücksichtigt werden sollte. (ww)