Otterstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Stickelspitzerkerwe kommt bei Besuchern gut an

An allen Kerwetagen gut besucht: die Sommerfesthalle in Otterstadt.
An allen Kerwetagen gut besucht: die Sommerfesthalle in Otterstadt.

Bei spätsommerlichen Temperaturen und Sonnenschein sind am Sonntagmittag Otterstadter und Auswärtige zur Kerwe in die Sommerfesthalle geströmt. Das vielfältige Angebot und die fairen Preise überzeugten die Gäste.

Sonja und Wolfgang Kochner aus Waldsee sind das erste Mal auf der Stickelspitzerkerwe in Otterstadt. Sie sind, wie viele Besucher, mit dem Fahrrad gekommen. Sonja Kochner gefiel beim Eintreten in die Sommerfesthalle sofort das Ambiente. Die große Halle ist in den Otterstadter Farben – blau-weiß – dekoriert, jeder Verein hat einen Marktstand, der herbstlich geschmückt ist und an dem er Speisen und Getränke verkauft. Wolfgang Kochner lobt die große Auswahl, die die Vereine bieten, sowie die Qualität und das Preisniveau.

Rudi Regenauer, Vorsitzender des Vereins für Heimatpflege und Naturschutz (VHNO), ist es wichtig, Essen und Getränke zu fairen Preisen anzubieten und Waren aus dem Ort zu beziehen. Die Würste beim Weißwurstfrühstück am Sonntag kommen von der örtlichen Metzgerei Erbach, ein halber Liter Bier kostet 3,50 Euro. Hinter dem VHNO-Stand stehen sowohl ältere, als auch jüngere Vereinsmitglieder. Regenauer möchte somit die Jungen in die Vereinsarbeit involvieren.

Lob für Helfer

Für den Kerwe-Dienst stellen die 22 teilnehmenden Vereine, Institutionen und Privatanbieter mal mehr, mal weniger Personal. Die Otterstadter CDU ist mit acht bis zehn Helfern an den Kerwe-Tagen vertreten. Sie verkaufen Waffeln und sind mit der Resonanz zufrieden. Für CDU-Vorsitzende Gabriele Hasl macht die Otterstadter Kerwe das Zusammenkommen und Zusammensein der Menschen aus.

Edeltraud Netter sitzt mit ihrer Familie an einem der vielen Tische. Die Otterstadterin kennt die Kerwe von früher, als die Vereine noch in der Hofschenke in der Ringstraße aktiv gewesen seien, sagt sie. Heutzutage fehlt ihr ein Angebot für ältere Kinder ab sechs, sieben Jahren – zum Beispiel ein Autoscooter. Allerdings ist es für die Veranstalter immer schwieriger, Schausteller zu finden. „Man muss froh sein, dass überhaupt noch was gemacht wird“, findet Edeltraud Netter deshalb. Sie und ihre Familie loben vor allem die Dampfnudeln.

Diese werden von den Mitgliedern des katholischen Gemeindeausschusses und der KFD hergestellt und verkauft. Organisatorin Julia Hoffmann stand am Sonntag bereits um 7 Uhr in der Küche und bereitete den Hefeteig zu, der mehrmals gehen muss. Sie schätzt, dass insgesamt 550 Dampfnudeln über die Theke gehen. Die Arbeit macht ihr und ihrem Team Spaß: „Es ist schön mit den Händen im Teig zu sein und die Dampfnudeln zu formen. Aufgrund der Menge, die wir produzieren, sind das andere Dimensionen. Das schafft keine Maschine“, sagt Hoffmann.

Ortskartell-Chefin zieht Bilanz

Das Angebot, das Dirk Braun an seinem Marktstand macht, wurde ebenfalls nicht von Maschinen hergestellt, sondern von Bienen. Der Otterstadter ist Hobby-Imker, besitzt 25 Bienenvölker, von denen ein Großteil direkt neben der Sommerfesthalle steht, und verkauft seit sieben Jahren Honig sowie Waben und Wachs. Die Kerwe und den Weihnachtsmarkt nutzt er, um sich zu präsentieren.

Alles in allem ist das Fazit der Kerwe, die am Freitagabend begann und am Sonntagabend endet, durchweg positiv. Ortskartell-Vorsitzende Sonja Regenauer freut sich über die Rückmeldungen und vor allem darüber, dass es keine Zwischenfälle wie im vergangenen Jahr mit randalierenden Jugendlichen gab. „Toll, genial, es hat super geklappt“, bilanziert sie.

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