Rhein-Pfalz Kreis Stammpublikum lässt sich von Wetter nicht schrecken
MUTTERSTADT. Nicht einmal das wechselhafte Wetter hat den Mutterstadtern die Lust am Bummel über den Ostermarkt nehmen können. Stammkunden machen wieder einen großen Teil der Besucher aus. Und nicht nur Familien kommen teilweise schon seit Generationen, auch die Schausteller halten der Traditionsveranstaltung am Palatinum schon seit vielen Jahren die Treue.
Auf dem Platz vor dem Palatinum haben sich Schausteller mit ihren Fahrgeschäften wie Autoscooter, Karussell, Schießbude und Losstand eingefunden. Vor allem Familien, aber auch Ehepaare und Cliquen mit Jugendlichen bummelten am Osterwochenende über den kleinen Markt. Schwerelos in die Lüfte hüpften die Kinder an den Bungee-Seilen der Neuhofener Firma DS-Promotion. Mitarbeiter Yannick Klein hatte alle Hände voll zu tun, die Jungen und Mädchen mit Gurten auszustatten. Drei bis vier Minuten ging es hoch und runter und „auch mal länger, wenn nicht viel los ist“, bekannte Yannick Klein. „Denn wenn jemand springt, ist es für die Besucher interessanter.“ Zufrieden mit der Besucherzahl zeigte sich Inhaber Thomas Herzberger von der Firma Autoscooter Barth aus Ludwigshafen, die bereits seit über 60 Jahren zum Mutterstadter Ostermarkt kommt. Vor allem am Ostersonntag und gestern habe der Markt die Besucher gelockt – „60 Prozent Stammkunden“, weiß Herzberger. Dass die beiden Tage umsatzstärker sind als der Samstag, habe einen guten Grund: „Da gibt es Ostergeld und das wird dann bei uns ausgegeben“, berichtete Herzberger schmunzelnd. „Am Nachmittag fahren vor allem Familien, und abends machen wir Disko mit Nebel für die Jüngeren“, verriet der Ludwigshafener, der nach Mutterstadt gleich wieder im Einsatz ist – in Ludwigshafen auf dem Berliner Platz beim Frühlingsfest und am verkaufsoffenen Sonntag, 3. April. Auch Kollege Lothar Honecker, der in der dritten Generation verschiedene Fahrgeschäfte auf dem Ostermarkt betreibt, äußerte sich nicht nur im Großen und Ganzen zufrieden mit dem Wetter, sondern auch mit der Besucherzahl, auch wenn sie natürlich nicht an die Kerwe heranreiche, weiß er aus Erfahrung. „Dabei ist der Ostermarkt schon viel älter als die Kerwe“, betonte der Mutterstadter. Während der dreijährige Thore seine Runden auf dem Kinderkarussell drehte, sahen ihm Mutter Jennifer Scheib, seine Großmutter sowie sogar seine Urgroßmutter dabei zu. Die acht Wochen alte Tiara verschlief währenddessen den Besuch auf dem Ostermarkt. Für die drei Frauen gehört der Ostermarkt immer zum Feiertagsprogramm. „Aber 2015 war es voller“, meinte Jennifer Scheib. Nicht nur sie selbst war schon als kleines Kind dabei, auch ihre Mutter Marina Oberbeck hat schon als Zweijährige den Ostermarkt besucht: „Da gab es noch eine Reitschule mit Pferden“, erzählte die Mutterstadterin. (mmö)