BOBENHEIM-ROXHEIM Sportclub fordert Mitglieder zu mehr Einsatz auf

Das waren noch Zeiten: 2014 beim Freiwilligentag halfen viele mit, die Sanitärräume des Sportclubs auf Vordermann zu bringen. He
Das waren noch Zeiten: 2014 beim Freiwilligentag halfen viele mit, die Sanitärräume des Sportclubs auf Vordermann zu bringen. Heute zeigen nur noch wenige Mitglieder Einsatz.

Die Angehörigen des Sportclubs (SC) Bobenheim-Roxheim sind in der Corona-Krise ihrem Verein treu geblieben. Obwohl der Sport- und Spielbetrieb über Monate ruhte, liegt die Mitgliederzahl konstant bei knapp 1630.

Mehr als die Hälfte der Vereinsmitglieder sind jünger als 18 Jahre. Das beweise die gute Jugendarbeit des SC, sagte dessen Vorsitzender Christian Reber. Er bedauerte in der spärlich besuchten Jahreshauptversammlung den Verlust von 15 langjährigen Mitgliedern durch Tod.

Schweren Herzens habe man wegen der Pandemie den Sportbetrieb und das gesellige Miteinander einstellen sowie die Vereinsgaststätte schließen müssen. Freude und ein großes Aufatmen gab es schließlich am 18. Mai dieses Jahres, als unter freiem Himmel erstmals wieder Übungsstunden der Gymnastikabteilung stattfinden konnten.

Schwieriger gestaltete sich der Neubeginn bei den Kontaktsportarten. Der dritte Vorsitzende Markus Leistner sprach in der Versammlung von einer harten Zeit, aber jetzt zeichne sich Stabilität ab. Nur wenige Spieler hätten den Verein verlassen. Die erste Fußballmannschaft habe in der Bezirksliga einen schweren Stand, so Leistner: „Das Team braucht Zeit. Es wurde stark verjüngt und befindet sich im Umbruch, das erfordert Geduld.“

Der 1. FC Rheinpfalz, die Jugendspielgemeinschaft, an der der SC beteiligt ist, stehe auf soliden Füßen und habe sich bewährt. Leistner, der auch den Bauausschuss des SC leitet, wünscht sich mehr Hilfe der Mitglieder bei Arbeitseinsätzen. Ohne das unermüdliche Engagement der beiden Mitglieder Achim Wanger und Uwe Sattelberg wäre es um die Vereinsanlagen am Binnendamm traurig bestellt, meinte er. „Wir sind mit der Pflege der gesamten Anlage im Rückstand.“ Als nächstes größeres Projekt stehe die Renovierung des großen Saals im Obergeschoss des Vereinsheims an. Hier rechne man mit Materialkosten von rund 10.000 Euro. Der Vorstand hofft auf die Hilfs- und Spendenbereitschaft der Mitglieder. Als weitere Investitionen wurden die Erneuerung der Flutlichtanlagen und die Verschönerung der Terrasse genannt. Für den Kunstrasen müsse ein neues Pflegegerät angeschafft werden.

Leistner forderte alle dazu auf, sich mehr in die Vereinsarbeit einzubringen. „Derzeit leben wir vor allem von unseren fantastischen Übungsleitern, aber wir brauchen dringend neue Ideen, neues Leben und neue Impulse. Wir müssen gestalten und nicht nur verwalten.“

Zur Wahl standen diesmal drei Vorstandsposten. Einstimmig im Amt bestätigt wurden Karl-Heinz Kaiser (zweiter Vorsitzender) sowie Rainer Wagner und Bernd Petermann als Beisitzer. Am 20. November soll eine Fackelwanderung um den Altrhein herum stattfinden.

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