DUDENHOFEN
Spielplätze und Hütten als Müllkippen
Angebrochene und leere Glas- und Plastikflaschen, Dosen, Chipstüten, Pizzakartons, Alufolie, Pappbecher. So sah der Mix aus, der auf einem Holztisch und auf dem Boden verteilt war. Der Abfalleimer an der Bank blieb leer. Auf dem Beachvolleyballfeld: ein umgeworfener Einkaufswagen.
Die wilder Entsorgung ist schon länger ein Problem, aber in den vergangenen Monaten ist es akut geworden“, berichtet Hook am Samstagnachmittag auf Nachfrage der RHEINPFALZ. Gleichzeitig äußert er Ehrgeiz in der Angelegenheit: „Ich werde nicht müde, die zu finden, die so etwas verursachen.“
Veröffentlicht hat er die Bilder in seinem Status eines Nachrichtendienstes. Durch den dadurch entstehenden Streugrad hofft Hook, eine Spur zu den Verursachern zu bekommen. In einem Fall hat das schon gefruchtet. „Die Netze des Klettergerüsts auf dem Abenteuerspielplatz sind durchgeschnitten worden. Den Täter konnte ich ausfindig machen“, berichtet der Bürgermeister von einem Erfolg.
Abgesehen von diesem Brennpunkt seien die Grillhütte und die Rentnerhütte im Wald bei Müllsündern beliebt, sagt er weiter. Am Wochenende sei zudem versucht worden, eine Sitzgarnitur an einem anderen Spielplatz anzuzünden. Glasscherben entlang des Fußpfads im Wald, der oft von Kindern gegangen wird, seien ein weiteres Problem.
„Wir haben einen Rentner, der übers Wochenende Mülleimer an Spielplätzen oder dem Friedhof leert. Aber ein solches Ausmaß an Müll ist ihm nicht zuzumuten“, macht Hook die prekäre Lage deutlich. Für die Bauhofmitarbeiter bedeute das, zunehmend aus der Freizeit heraus zu Arbeitseinsätzen geholt zu werden. Hooks Appell an die Bevölkerung: „Wachsam sein, sonst haben wir keine Chance, den Verursachern das Handwerk zu legen.“