Rhein-Pfalz Kreis Spiele, Spaß und gutes Essen

Betreuer und Kinder der Ortsranderholung wussten sich auch bei schlechtem Wetter zu beschäftigen, zum Beispiel mit dem Werwolf-S
Betreuer und Kinder der Ortsranderholung wussten sich auch bei schlechtem Wetter zu beschäftigen, zum Beispiel mit dem Werwolf-Spiel.

«Mutterstadt.» Rund 120 Kinder haben ihre ersten vier Wochen der Sommerferien bei der Ortsranderholung Mutterstadt verbracht. Auf dem Gelände der Walderholung gab es ein breitgefächertes Programm für die Sechs- bis Elfjährigen.

„Es wurde dieses Jahr sehr viel gebastelt“, erzählt Heike Klag, die im 13. Jahr als pädagogische Leitung bei der Mutterstadter Ortsranderholung dabei ist. Bilderrahmen, Windspiele oder Schmuck haben die Kinder in der Ferienfreizeit hergestellt. An einigen Tagen konnten die Kinder und Betreuer dank der sommerlichen Temperaturen Ausflüge ins nahegelegene Kreisbad Aquabella machen. Dann wurde der Bollerwagen mit kühlen Getränken und Snacks bestückt, damit die Kinder auch dort rundum versorgt sind. Für die gute Verpflegung sorgten wie in jedem Jahr die Frauen der Arbeiterwohlfahrt (Awo). An heißen Tagen wurden rund 60 Liter Tee und unzählige Liter Wasser getrunken. Frisch gekocht wurde natürlich auch: Gyros, Frikadellen, Nudeln, Kartoffelpuffer oder Fischstäbchen wurden aufgetischt. „Es war auch nicht immer ganz einfach für jeden das Passende zuzubereiten. Wir hatten zwei oder drei Vegetarier, viele Moslems und auch den ein oder anderen Allergiker dabei“, berichtete Klag von den Herausforderungen für die Frauen. Aber für das eingespielte Team sei das kein Problem gewesen. Nicht nur in der Küche klappte die Teamarbeit super. „Einige Betreuer waren früher selbst als Kind hier in der Ortsranderholung und passen nun selbst auf die Kinder auf“, sagte Klag. Die Mädchen und Jungen verbrachten ihre Freizeit auch mit Sport. Fast täglich gab es ein Fußballturnier. Und der neue Basketballkorb wurde auch regelmäßig bespielt. An einem Tag verzauberte ein Magier mit seinem Besuch die Teilnehmer, an einem anderen war das Deutsche Rote Kreuz zu Gast und vermittelte Grundkenntnisse in Erster Hilfe. Unter den Teilnehmern waren in diesem Jahr auch Flüchtlingskinder. „Trotz mangelnder Sprachkenntnisse hat die Verständigung untereinander gut funktioniert“, sagte Klag. Einige Kinder, die zum letzten Mal an der Ortsranderholung teilnahmen, verdrückten zum Abschied sogar einige Tränen. Sie werden die Ortsranderholung mit Sicherheit in guter Erinnerung behalten. „Es war eine wunderbare, unvergessliche Zeit im Wald“, sagte die neunjährige Laura nach den vier Wochen in der Walderholung. „Ein Kinderlächeln ist das schönste. Es motiviert uns Tag für Tag aufs Neue“, erklärt Klag. Die Vorfreude auf kommendes Jahr ist bei allen Beteiligten jetzt schon groß.

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