Rhein-Pfalz Kreis Sogar Fische sind Teil des stimmungsvollen Spektakels

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Neuhofen. Im Dunkeln raus ins Grüne: Die Initiative „Offenen Gärten Pfalz und Elsass“ hat am Samstagabend zur Aktion „Dämmergarten“ geladen. Aus dem Rhein-Pfalz-Kreis haben als einzige Gartenbesitzer Diethelm Braun und Thomas Large aus Neuhofen teilgenommen. Die RHEINPFALZ warf einen Blick über den Gartenzaun.

„Außergewöhnlich! Fantastisch! Harmonisch! Vielfältig!“ Ursula Funke-Ottawa kann gar nicht genug lobende Adjektive für das Gartenparadies in der Ringstraße 21b finden. Mit ihrem Mann Hermann hat die Mutterstadterin den „Absprung vom Sofa“ geschafft, wie sie es humorvoll ausdrückt, und auch ein befreundetes Paar zur Erkundung des grünen Schatzkästleins in Neuhofen zu nächtlicher Stunde überreden können. Zwei Laternen im Eingangsbereich des Anwesens wiesen ihnen – und 30 weiteren Besuchern – das Ziel. Buchs- und Lorbeerbäume flankierten den Weg zum kleinen, mit alten Küchenutensilien und landwirtschaftlichen Geräten wie Waffeleisen, Kummet und Mehrfach-Mausefallen ausgestatteten Privatmuseum, das Braun und Large liebevoll in ihrem Carport eingerichtet hatten. Vorbei an dem kleinen Sektstand ging es dann in das 500 Quadratmeter große Gartenreich, in dem über 50 Lichtquellen installiert waren. Während Stalllaternen und große Leuchtkugeln wegweisende Funktionen im dicht mit Bambus, Bäumen, Sträuchern und Kletterrosen bewachsenen Garten übernahmen, sorgten Kerzen für heimelige Stimmung in der lauschigen Sitzecke. Punktstrahler, die gezielt auf große Kakteen oder knorrige Wurzelstücke gerichtet waren, schafften Atmosphäre. Ergänzt wurde das ganze noch durch die überall im Grundstück verteilten großen und kleinen Spiegel, die das Licht zusätzlich verstärkten. Selbst die Goldorfen und Goldfische im Gartenteich, die einen großen Spiegelkarpfen umpaddelten, waren an dem Spektakel beteiligt. Und legten eine Nachtschicht ein: Sie hatten unter Wasser ihre eigenen Leuchter abbekommen. „Bei der Installation der Lampen im tiefen Teich kam ich ganz ohne Neoprenanzug aus“, versichert Large lächelnd. Eine gute Woche nahmen – nach Feierabend – die Vorbereitungen für den „Dämmergarten“ in Anspruch. Die beiden Neuhofener sind bei der Aktion, die im dritten Jahr stattfand, zum zweiten Mal in Folge dabei. „Vor drei Jahren haben wir uns bei anderen Gartenbesitzern in Neustadt und in Albisheim umgesehen, wie die es machen“, sagt Braun. „Wir haben dabei auch gesehen, wie man es nicht machen sollte.“ Ihre erste Teilnahme im vergangenen Jahr sahen Braun und Large noch als Herausforderung an, waren aber mit der Resonanz und dem Zuspruch der Gartengäste sehr zufrieden. „Die Mischung macht′s“, stellten sie damals fest. Was auch die aus nah und fern angereisten Gartengäste diesmal so sahen. „Für die Größe bewundernswert“, staunt Karl Ultes. „Da gehört sehr viel Enthusiasmus und Energie dazu, solche Gartenräume anzulegen“, erklärt der aus Frankfurt angereiste Gartenexperte. „Sehr romantisch. Sehr, sehr fantasievoll und sehr, sehr arbeitsintensiv“, befand Hermann Funke, der in Mutterstadt einen „Sonnengarten“ angelegt hat, über den „Schattengarten“ in Neuhofen. Bei einem Gläschen Sekt in der zeitweilig zu einer Art Stehparty mutierenden Veranstaltung sah er anerkennend den Neuhofener Garten im grünen Bereich: „Ein Beweis für echte Gartenliebhaberei!“ Nächstes Jahr möchten Braun und Large bei den „Dämmergärten“ wieder mit von der Partie sein. (ain)

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