Bobenheim-Roxheim
Serata Italiana: Bürgermeister Müller nimmt Stellung
In seiner Festbilanz in der Frankenthaler Zeitung vom Montag hatte der stellvertretende Vorsitzende Dominik Freer die strikte Vorschrift, das Fest um 23 Uhr zu beenden, kritisiert und generell über die strenger gewordenen Vorgaben für Veranstalter geklagt. Der Bürgermeister kontert die Kritik mit dem Schutzbedürfnis der Anwohner im dicht besiedelten Pfalzring, dessen Zentrum der Kurpfalzplatz als Festplatz ist.
„Schon nach der ersten Serata gab es vereinzelten, aber nachdrücklichen Ärger mit Anliegern wegen des Lärms“, schreibt Müller und verdeutlicht die örtlichen Gegebenheiten so: „Die Wohnungen sind so nah am Geschehen, dass man sich vom Schlafzimmerfenster aus ein Bier zapfen lassen könnte.“ Hinzu komme die unmittelbare Nähe zum Seniorenheim. Seit den ersten Beschwerden werden laut Müller Wochen vor dem italienischen Fest Infozettel in die Briefkästen verteilt, „damit sich die Anwohner frühzeitig darauf einstellen und den Abend gegebenenfalls andernorts verbringen können“.
„Kritik problematisch und irritierend“
Auch hätten der Gewerbevereinsvorstand, einige Mitglieder und er selbst in den Anfangsjahren der Serata ab 23 Uhr die Bierzeltgarnituren zusammengeklappt, um sicherzustellen, dass der Abbau relativ leise verlaufe und der letzte Gast bis 24 Uhr das Gelände verlassen habe. Wie sensibel das Thema ist, hat sich laut Bürgermeister diesmal schon vor dem Fest gezeigt, als das Ordnungsamt wegen der Geräusche eines Kühlwagens gerufen worden sei.
Michael Müller findet die Kritik des langjährigen Festakteurs Freer problematisch und irritierend. Er verweist unter anderem auf das Frankenthaler Strohhutfest, auf dem die Livemusik bereits um 22.30 Uhr enden müsse. Und auch das Strandbadfest in Randlage werde um 24 Uhr beendet. „Wir gehen hier also keinesfalls einen besonders strengen Sonderweg.“