Speyerer Umland RHEINPFALZ Plus Artikel Seniorenheim: Trotz Impfung weiterhin angespannte Situation

In mindestens zwei Seniorenheimen im Speyerer Umland werden die Bewohner und das Personal in dieser Woche geimpft.
In mindestens zwei Seniorenheimen im Speyerer Umland werden die Bewohner und das Personal in dieser Woche geimpft.

In einem Teil der fünf Seniorenheime im Speyerer Umland werden in dieser Woche die Bewohner und das Personal geimpft. In einem Seniorenzentrum, in das ein Impfteam bereits am Silvestertag kam, gab es bisher keine Neuinfektionen mehr. Von Entspannung kann aber keine Rede sein.

In der Seniorenresidenz St. Sebastian in Dudenhofen, in der es mehrere Corona-Ausbrüche gab, wurde am Montag geimpft. Im Rhein-Pfalz-Stift in Waldsee ist der Besuch des Impfteams für kommenden Donnerstag vorgesehen. Laut einer Sprecherin des Betreibers Avendi haben sich bislang rund zwei Drittel der Bewohner und etwas mehr als die Hälfte der Mitarbeiter angemeldet. Bislang gab es in dem Seniorenheim nur einen positiven Corona-Fall unter den Bewohnern. Der letzte Schnelltest dieses Bewohners sei wieder negativ gewesen, sagt die Sprecherin. Im „Haus Edelberg“ in Lingenfeld und im „Haus Theresa“ in Harthausen waren die Verantwortlichen am Montag telefonisch nicht zu erreichen.

Angespannte Situation

Im evangelischen Seniorenzentrum in Berghausen wurden die Bewohner und die Mitarbeiter, die noch nicht infiziert waren, bereits am Silvestertag geimpft. Wie Pflegedienstleiterin Gabriele Fritsch am Montag sagte, seien seitdem keine weiteren Neuinfektionen bekannt geworden. Allerdings sei die Personalsituation weiter angespannt: Von den 56 Angestellten, zu denen auch der Hausmeister und das Küchenpersonal zählen, seien zurzeit nur rund 40 für die derzeit 45 Bewohner einsetzbar. Es gebe neun Mitarbeiter, die weiter erkrankt seien. Sie hatten im Dezember einen positiven Corona-Test. Außerdem fehlten drei weitere Mitarbeiter wegen anderer Krankheiten. Fritsch nennt als zusätzliches Problem, dass die fünf Altenpfleger-Schüler derzeit nicht eingesetzt werden könnten, weil sie für den theoretischen Teil ihrer Ausbildung zu Hause im „Homeschooling“ sein müssten. Die Situation sei schwer zu stemmen. „Aber es ist nicht zu ändern, da müssen wird durch“, sagt die Pflegedienstleiterin.

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