Dudenhofen
Seniorenbeirat will Verkehrssituation verbessern
Die 68-jährige Christiane Wingerter und der 65-jährige Siegfried Pusch stehen seit September dem Seniorenbeirat in Dudenhofen vor. Das Gremium, das politisch neutral agiert, besteht aus acht Mitgliedern sowie Vertretern der katholischen Kirche und des Seniorenheims. Wingerter und Pusch sind ganz unbedarft an die Sache herangegangen. Die gelernte Sozialarbeiterin, die früher in der Thoraxklinik und als Leiterin des psychosozialen Dienstes gearbeitet hat, wollte sich ehrenamtlich engagieren und dabei mit Menschen zu tun haben, erklärt sie ihre Motivation.
Ihr Mitstreiter Siegfried Pusch war bereits als Jugendlicher ehrenamtlich aktiv – bei der Feuerwehr in seinem Heimatort Altlußheim. Sein Sohn sei entwicklungsverzögert. Clemens Körner, der heute Landrat ist und damals Bürgermeister der Verbandsgemeinde war, vermittelte Puschs Sohn einen Job beim örtlichen Bauhof. Er engagiere sich deshalb als Dank, den er der Gemeinde zurückgeben möchte. „Außerdem werde ich alt und möchte Kleinigkeiten besser machen, um auch mal in deren Genuss zu kommen“, sagt Pusch, der zudem als Behindertenbeauftragter der Verbandsgemeinde fungiert.
Fokus liegt auf Straßenverkehr
Der Seniorenbeirat will sich nach Angaben des Vorstands für die Sicherheit im Straßenverkehr einsetzen. Als Beispiel nennt Wingerter die Raiffeisenstraße, die als Zufahrt zu den Supermärkten dient und für Senioren gefährlich zu überqueren sei. Dort würden sich die Seniorenvertreter einen Übergang beziehungsweise einen Zebrastreifen wünschen.
Der Seniorenbeirat müsse seine Wünsche zu einem Antrag formulieren und beim Ortsbürgermeister einreichen. Letztlich entscheide der Rat über das Anliegen der Senioren, erklärt Wingerter die Vorgehensweise. „Wir sind das Bindeglied zwischen Senioren und Rat“, fasst Pusch zusammen. Die beiden loben die Kommunikation mit Ortsbürgermeister Jürgen Hook (SPD) und dem Beigeordneten Reinhard Burck (Grüne). „Es kann nur etwas rauskommen, wenn die Zusammenarbeit stimmt“, sagt Pusch. Das Vorgänger-Vorstandsteam des Seniorenbeirats war nach Uneinigkeiten mit der Ortsspitze und der Verwaltung zurückgetreten.
Stolperfallen beseitigt
Als Beispiel für eine Anregung, die umgesetzt worden sei, nennen Pusch und Wingerter die Gehwegplatten in der Kilianstraße, die gelockert waren, sich als Stolperfallen herausstellten und nun wieder befestigt seien. Eine Herzensangelegenheit – vor allem von Seniorenbeiratsmitglied Helga Schädler – sei der Memoriamgarten auf dem Friedhof gewesen, der vergangenes Jahr eingeweiht wurde.
Das nächste Projekt, das den Seniorenvertretern ein großes Anliegen sei, ist ein angedachtes Café in der Wingertsmühle an der neu gebauten Fischtreppe. Für den Park habe Ortsbürgermeister Hook dem Seniorenbeirat vorgeschlagen, Standorte für Bänke zu nennen. Der Landrat sowie Bürger stifteten Bänke, informiert Wingerter. Die Anlage soll als Begegnungsstätte für Jung und Alt dienen. Wingerter und Pusch sind überzeugt davon, dass junge Leute ältere Menschen fit halten – sowohl körperlich, als auch geistig – und junge Menschen andersherum von den Erfahrungen der Älteren profitieren können. Das Seniorenbeiratsteam hofft deshalb auf ein Ende der Pandemie, damit Treffen wie die der Foto-AG 60 plus von Peter Lorenz, Ausflüge, Kulturveranstaltungen und Museumsbesuche wieder uneingeschränkt möglich sind.
Kontakt
Senioren, die Hilfe brauchen oder Anregungen haben, können sich bei Christiane Wingerter unter 0170 5478825 oder per E-Mail an c.wingerter@gmx.de beziehungsweise bei Siegfried Pusch melden unter 0152 28666966 oder per E-Mail an siegfried.pusch.dudenhofen@gmail.com.