Rhein-Pfalz Kreis Seibert kandidiert für SPD

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Altrip

/Neuhofen/Waldsee. Jürgen Jacob und Otto Reiland (CDU) sind nicht mehr alleine. Sie bekommen mit Andreas Seibert aus Neuhofen Konkurrenz im Wahlkampf um das Bürgermeisteramt der neuen Verbandsgemeinde. Und das quasi auf den letzten Drücker. Am kommenden Montag, 18 Uhr, müssen alle Wahlvorschläge beim Wahlleiter oder der Verbandsgemeindeverwaltung schriftlich eingegangen sein. So will es das Kommunalwahlgesetz. „Das schaffen wir“, sagt Michael Müller, Vorsitzender des Neuhofener SPD-Ortsvereins. „Wir wollen noch heute den Wahlvorschlag bei der Verbandsgemeinde einreichen. Und damit haben wir den Formalitäten genüge getan.“ Zwar werde die Kandidatur noch geprüft, aber Müller ist sich sicher, dass es da keine Probleme mehr gibt. Er freut sich, dass es letztlich doch noch geklappt hat, einen Bewerber ins Rennen zu schicken. „Wir haben eine Weile gebraucht, aber jetzt haben wir einen guten und wählbaren Kandidaten gefunden.“ Müller war selbst schon als Bewerber im Gespräch gewesen. Er gibt aber zu, dass er persönlich etwas mehr Vorbereitung auf den Wahlkampf gebraucht hätte. Auch Andreas Seibert muss sich sicher erst daran gewöhnen, dass er jetzt mehr und mehr ins Blickfeld der Öffentlichkeit rückt. Viel Zeit hat er allerdings nicht, die heiße Phase des Wahlkampfs beginnt bald. Gut überlegt habe er sich aber seinen Schritt, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren. Dass die Vorbereitungen etwas länger dauerten, habe vor allem mit seinem Beruf zu tun. „Ich bin auf dieser Stelle noch in der Probezeit, ich musste mit meinem Arbeitgeber erst klären, ob er mitspielt oder nicht.“ Dass gut 85 Prozent der am Mittwoch versammelten Mitglieder ihm ihre Stimme gegeben haben, freut Seibert. „Ich war wirklich überrascht, damit hätte ich nicht gerechnet. Ich gehe gestärkt in den Wahlkampf. Es ist gut, dass die SPD im Rennen ist.“ Einen Kandidaten schüttelt man nicht aus dem Ärmel, sagt Birgit Reichert, Vorsitzende des Otterstadter Ortsvereins. Und sie findet deshalb auch nicht, dass die SPD mit der Nominierung spät dran ist. „Wir liegen voll im Zeitrahmen. Es ist super gut gelaufen, und es ist toll, dass Andreas Seibert kandidiert.“ Froh, dass es jetzt einen Kandidaten gibt, ist auch Jutta Hahn. Die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins in Waldsee hat die Mitgliederversammlung als harmonisch empfunden, Seibert sei einvernehmlich aufgestellt worden. „Ich bin richtig glücklich. Unser Kandidat bringt sich jetzt überall mit ein. Und ich glaube, dass wir gute Chancen haben.“ Wie der Vorstand der Altriper Sozialdemokraten zu der Nominierung steht, war gestern nicht zu erfahren. Die Vorsitzende und ihr Stellvertreter waren nicht zu erreichen. Der Fraktionsvorsitzende wollte keine Stellungnahme abgeben. Seiberts Konkurrenten sehen die Kandidatur derweil gelassen. „Ach Gott, kandidieren kann jeder, der meint, für das Amt befähigt zu sein“, sagt Altrips Bürgermeister Jürgen Jacob. Er wundere sich nur darüber, dass es so lange gedauert habe, bis die SPD mit einem Namen herausrückte. Otto Reiland, Chef im Rathaus der Verbandsgemeinde Waldsee, versteht, dass die SPD als große Partei einen Kandidaten aufstellen und das Bürgermeisteramt nicht kampflos anderen überlassen will. Die Wahl werde spannender: „Wir kommen sicher nicht um eine Stichwahl herum.“

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