Rhein-Pfalz Kreis Schulsozialarbeit hat sich bewährt

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«Mutterstadt.» Seit Oktober 2016 gibt es in den beiden örtlichen Grundschulen Schulsozialarbeit. In einer gemeinsamen Sitzung haben sich der Haupt- und Finanzausschuss sowie der Schulträgerausschuss einen Zwischenbericht angehört. Das Fazit fiel laut Gemeindeverwaltung durchweg positiv aus.

In der Mandelgrabenschule standen bislang sechs und in der Pestalozzi-Grundschule vier Wochenstunden für Schulsozialarbeit zur Verfügung. „Der Unterschied kommt daher, dass die Mandelgrabenschule eine Ganztagsschule ist“, erläutert Büroleiter Gunther Holzwarth im Gespräch mit der RHEINPFALZ. In ihrem Tätigkeitsbericht schildert Schulsozialarbeiterin Nicole Kruse, dass neben geplanten, verlässlichen Präsenzzeiten und Angeboten an den Mutterstadter Grundschulen eine hohe zeitliche Flexibilität erforderlich sei. In beiden Bildungseinrichtungen gebe es für die Schulsozialarbeit keinen eigenen Raum, allerdings seien in der Mandelgrabenschule in Absprache Räumlichkeiten für Elterngespräche vorhanden. In der Pestalozzi-Grundschule hingegen seien außer für ihre zweistündige Gruppenarbeit stets sämtliche Räume belegt. Gespräche mit den Eltern führe sie deshalb am Telefon oder bei Hausbesuchen. Hausbesuche böten den Vorteil, dass sich Eltern mit mehreren Kindern nicht extra einen Babysitter suchen müssten und bestimmte Themen in vertrauter Umgebung besprochen werden könnten. An der Mandelgrabenschule ist Kruse ihren Angaben zufolge montagvormittags und mittwochnachmittags anzutreffen, in der Pestalozzi-Grundschule dienstagvormittags. Darüber habe sie die Eltern gleich zu Beginn ihrer Tätigkeit in einem Elternbrief informiert. Zudem nutzten die Mütter und Väter gerne die Möglichkeit, sie außerhalb der Präsenzzeiten telefonisch zu erreichen. „Dies lässt es auch mal zu, am Abend in Ruhe zu telefonieren“, erklärt die Expertin, die zur Klärung unterschiedlicher Problematiken zur Verfügung steht. Darüber hinaus habe sie in beiden Schulen Briefkästen anbringen lassen, in denen ihr Schüler kleine Briefe hinterlassen könnten, sollten sie Kruse einmal nicht zu den üblichen Zeiten antreffen. Sie versuche immer, möglichst schnell darauf zu reagieren. Auch die Lehrer suchten den Kontakt und wüssten die flexible Erreichbarkeit zu schätzen. Während der Schulwochen fielen die Angebote der Schulsozialarbeit deutlich intensiver aus, in den Ferien bereite sie weitere Projekte vor und stehe für Beratungsgespräche zur Verfügung. Und: „Die Notwendigkeit von Einzelfallhilfe hat sich in diesem Schuljahr deutlich gezeigt“, schreibt Kruse. Der Schulleiter der Mandelgrabenschule, Christian Schuster, habe die Schulsozialarbeit gegenüber den Ausschussmitgliedern ausdrücklich gelobt, berichtet Büroleiter Gunther Holzwarth. „Dort sind sie damit sehr zufrieden“, sagt er. Für die Pestalozzischule habe Elternvertreterin Ramona Unterländer ebenfalls eine positive Zwischenbilanz abgegeben. Insgesamt sei klar geworden, dass es sogar noch mehr Arbeit für Schulsozialarbeiterin Kruse gäbe. „Deshalb hat die Verwaltung die Wochenstundenzahl an beiden Grundschulen mittlerweile um je zwei Stunden erhöht“, erklärt der Büroleiter. So gebe es in der Mandelgrabenschule nun acht Wochenstunden und in der Pestalozzischule sechs. Im Oktober werde der Schulträgerausschuss beraten, wie es nächstes Jahr weitergehen soll.

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