Fussgönheim RHEINPFALZ Plus Artikel Sanierung: Drei Brücken bevorzugt

Kaputte Geländer und zu schmal: Brücke 302 ist eine der drei Fußgönheimer Brücken, die 2024 saniert werden sollen.
Kaputte Geländer und zu schmal: Brücke 302 ist eine der drei Fußgönheimer Brücken, die 2024 saniert werden sollen.

Massive Schäden an der Bausubstanz und zerstörte, beschädigte oder fehlende Absturzsicherungen: An 18 Brücken in Fußgönheim besteht Handlungsbedarf. Drei davon sollen dieses Jahr saniert werden, empfiehlt der Bauausschuss. Das letzte Wort hat der Ortsgemeinderat.

Untersucht wurden die Brücken bei der Hauptprüfung 2020. Damals stellten Experten viele Mängel und Schäden fest, die „teils gravierende Auswirkung auf die Stand- beziehungsweise Verkehrssicherheit haben“, berichtet die Verwaltung der Verbandsgemeinde Maxdorf. Daraufhin bekam ein Ingenieurbüro den Auftrag, ein Sanierungskonzept zu entwickeln und die voraussichtlichen Kosten zu ermitteln. Dieses erarbeitete für jede Brücke Handlungsempfehlungen und legte der Kommune jeweils zwei Sanierungsvarianten vor: eine optimale und entsprechend teure Lösung sowie eine vertretbare, günstigere. In der Summe macht das einen großen finanziellen Unterschied. Würde die Ortsgemeinde alle betroffenen Brückenbauwerke in der optimalen Variante ausbauen, müsste sie dafür 774.000 Euro bezahlen. Würde sie sich bei allen für die zweite Variante entscheiden, wären lediglich 361.000 Euro fällig.

Nach Vorberatungen im Landwirtschafts- und im Bauausschuss trafen sich Vertreter der Ratsfraktionen von CDU, FWG und SPD sowie der Landwirtschaft für eine Begehung. Letztere war mit dabei, da sich die Brücken überwiegend im Außenbereich befinden und den Bauern dazu dienen, auf ihre Felder zu kommen. Bei dem Termin schauten sich die Teilnehmer alle Brücken vor Ort an und besprachen die vorgeschlagenen Arbeiten. Am Ende einigten sie sich auf drei Bauwerke, denen sie höchste Priorität gaben und die binnen Jahresfrist auf Vordermann gebracht werden sollen. Zudem empfahlen sie jeweils, in welcher Variante der Ausbau erfolgen sollte. Mit diesen Vorschlägen befasste sich nun der Bauausschuss.

Gemeinsam ist allen drei Exemplaren, dass es sich um Hauptbrücken handelt, die für die Landwirte unverzichtbar sind. Brücke 302 etwa südwestlich des Dorfs über den Schwabenbach. Augenscheinlich sind hier die Geländer kaputt, die es zu reparieren gilt. Derzeit beträgt die Durchfahrtsbreite 3,90, nach der Sanierung sollen es 4,40 Meter sein. Damit sollten die Schäden, die wahrscheinlich durch landwirtschaftliche Anbaugeräte entstanden, künftig vermieden werden. Außerdem ist die Zugverankerung des Überbaus vorgesehen und das Herstellen neuer Kappen. Hier lautete die Empfehlung, die Brücke in Variante eins auszubauen. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 47.000 Euro – gegenüber Variante zwei mit 27.000 Euro.

Brücke 312 führt östlich der Ortsgemeinde ebenfalls über den Schwabenbach. Hier sollen die Brückenerweiterung zurückgebaut, neue Kappen und neue Geländer hergestellt werden. Die Kosten schätzt das Fachbüro auf 35.000 Euro in der bevorzugten Variante eins (Variante zwei: 21.000 Euro). Brücke 333 führt westlich der Kommune und nördlich der L525 über den Schannenbach. Hier sie die gegenseitige Zugverankerung der Stirnwände und wiederum das Herstellen neuer Kappen und Geländer geplant. Auch soll die Frischzellenkur in Variante eins für voraussichtlich 48.000 Euro (variante zwei: 19.000 Euro) erfolgen.

Der Ausschuss folgte diesen Vorschlägen. Darüber hinaus empfahl er dem Rat, dem wegen der Höhe der Beträge die endgültige Entscheidung obliegt, dasselbe Ingenieurbüro mit der Brückensanierung zu beauftragen, das das Konzept dafür erstellte.

x