Rhein-Pfalz Kreis Südspange: Rodung ab Oktober

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Um das seit Jahren diskutierte Hochwasserschutzprojekt Südspange umzusetzen, hat der Verbandsausschuss des Gewässerzweckverbandes Isenach-Eckbach am Montag in Lambsheim ein Bündel von Arbeitsaufträgen vergeben.

So soll mit den vorbereitenden Rodungsarbeiten für die Trasse im Oktober begonnen werden. Der in der Sitzung vorgestellte Ablauf sieht vor, zunächst das Unterholz zu roden, dann die Kampfmittelsondierung auf einer Fläche von 105.000 Quadratmetern durchzuführen und im Anschluss die Bäume zu fällen. Vergeben wurden zudem die Ingenieurleistungen für die Prüfstatik der geplanten baulichen Anlagen, die Tragwerksplanung für das Anschlussbauwerk an den Viertelbach und zwei Durchlässe am Wildpark sowie ein Grundwasserhaltungskonzept. Bei vorbereitenden Arbeiten war festgestellt worden, dass das Grundwasser wegen zu hoher Nitratbelastung nicht wie geplant in den Floßbach geleitet werden kann. Für die Südspange sind im laufenden Haushalt des Zweckverbands drei Millionen Euro veranschlagt. Der vom Land in Aussicht gestellte Fördersatz beträgt 80 Prozent. Grünes Licht gab der Ausschuss für Verhandlungen mit dem Landesbetrieb Mobilität wegen der Unterquerung der Autobahn 61 auf Mutterstadter Gemarkung. Der Zeitplan sieht laut Geschäftsführer Hans Peter Theiß eine Durchpressung im Frühjahr 2019 vor. Mit einem „Vorratsbeschluss“ wird Verbandsvorsteher Martin Hebich (CDU) freie Hand für die Vergabe von Ingenieurleistungen zur Anbindung des Neugrabens an die Isenach in Eppstein gelassen. Der Umfang des Projekts, das bis Ende Oktober zur Genehmigung eingereicht wird, hat sich erheblich vergrößert. Neben der Herstellung eines Verbindungsgrabens geht es um den Bau eines Pumpwerkes an der Einleitstelle und um die Verbesserung der Abflussverhältnisse. Die Gesamtkosten sind mit rund 2,3 Millionen Euro veranschlagt. Mit einer Genehmigung ist frühestens in sechs bis acht Monaten zu rechnen. Der Grunderwerb sei nicht einfach gewesen, merkte Hebich an. Beim Gewässerausbau Belchgraben legt der Zweckverband auf Frankenthaler Gemarkung eine Ökokontofläche von knapp 38.000 Quadratmetern an. Die voraussichtlichen Kosten von rund 64.000 Euro sollen entsprechend der Vereinbarung mit der Stadt Frankenthal nach Abschluss der Arbeiten in Rechnung gestellt werden. Die Herstellung einer Ausgleichsfläche für den Flussregenpfeifer war per Eilentscheidung vorgezogen worden. Die Mehrkosten von rund 25.000 Euro wurden genehmigt. Weitere Vergaben betrafen das Hochwasserschutzprojekt Dürkheimer Bruch, wo für eine archäologische Sondierung gebaggert werden soll. Außerdem stehen in der Wintersaison Fäll- und Rodungsarbeiten (Kosten rund 420.000 Euro) an. Begrüßt wurde der Vorschlag der Verbandsleitung, die Gewässerschau, die bisher viermal im Jahr stattfand und kaum Resonanz fand, künftig effektiver und situationsbezogen zu gestalten. Ein enger Kontakt mit der Landwirtschaft sei unverzichtbar, hieß es. Theiß gab bekannt, dass die Hochwassergefahrenkarten aktualisiert seien und als Arbeitsgrundlage zur Fortschreibung des wasserwirtschaftlichen Gesamtkonzepts dienten. Für 20. November sei zu diesem Thema ein Workshop der Hochwasserpatenschaft „Nördliche Vorderpfalz“ terminiert. Ein Neubau des Schöpfwerks in Bobenheim-Roxheim sei vorgesehen, so Theiß weiter. Die Bewerbung des Gewässerzweckverbandes für den Umweltpreis des Lands sei nicht erfolgreich gewesen. 2019 wolle man es mit dem „Dürkheimer Bruch“ erneut versuchen.

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