Rhein-Pfalz Kreis Ratssaal bald fertig

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Am 26. November wird der Rat der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land zum ersten Mal im frisch sanierten Sitzungssaal tagen. Thema ist die Fusion mit der VG Hettenleidelheim. Da passt es gut, dass der Raum, der insgesamt 70 Plätze bietet, auf 40 Ratsmitglieder ausgelegt ist. Denn so viele Mitglieder hätte das Parlament einer neuen VG Leiningerland – gegenüber bisher 32 in Grünstadt-Land und 24 in Hettenleidelheim.

Der Wunsch nach einer Sanierung des Sitzungssaals sei aus den Fraktionen gekommen, sagt Bürgermeister Reinhold Niederhöfer (SPD). 1998/99 war das übrige Rathaus in der Grünstadter Industriestraße generalsaniert worden. Aus Kostengründen sei der Ratssaal im obersten Stockwerk nicht einbezogen worden. Er wurde jetzt erst in Angriff genommen, wobei der bisher fehlende Wärmeschutz eine große Rolle spielte. Zu dieser energetischen Sanierung gehörte auch der Einbau neuer Fenster. Die an den Saal angrenzende Terrasse war undicht, Feuchtigkeit drang in die darunterliegenden Räume. Sie wurde jetzt abgedichtet und erhält einen neuen Belag: Bohlen aus gepresstem Gras, die in der Struktur an Holz erinnern, sagt Niederhöfer. Am augenfälligsten ist die Entfernung der beiden Pfosten im Saal, die bisher einen Teil der Deckenkonstruktion trugen. Die Besucher einer Ratssitzung haben künftig freien Blick auf die Mitglieder des Rats und der Verwaltung. Zurzeit sind die Maler am Werk. Die Elektriker werden unter anderem jeden Ratstisch an die EDV anschließen, der Raum erhält einen Beamer. Beleuchtet wird der 150 Quadratmeter große Saal durch LED-Lampen, die in die Decke integriert sind. Der Boden wird mit kautschukähnlichen Platten ausgelegt. Nicht nur die Fassade der obersten Etage des Rathauses erhält einen neuen Anstrich: Weil dafür sowieso ein teures Gerüst aufgebaut werden musste, „haben wir uns dazu entschlossen, das Gebäude komplett pinseln zu lassen“, erläutert der Bürgermeister. Das koste nicht viel mehr. Zudem seien alle Jalousien grundgereinigt worden. Bisher bewegten sich die Kosten für die Sanierung unter den veranschlagten 400.000 Euro. Immerhin 40 Prozent davon fließen als Zuschuss aus dem Investitionsstock des Landes. (cn)

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