Rhein-Pfalz Kreis Rat will Kindergarten erweitern

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Der Dirmsteiner Rat möchte eine dritte Gruppe im Gemeindekindergarten einrichten. Das hat der Rat am Mittwoch mit einer Gegenstimme der FWG beschlossen, die auf einen Neubau pocht. Je nach Betreuungsform würden zwischen 15 und 25 Kinder zusätzlich aufgenommen – möglicherweise auch Einjährige.

Der Bedarf ist da: Ursprünglich war der Kindergarten für 50 Kinder, sprich zwei Gruppen, ausgelegt. Weil der Platz fehlte, waren bisher auch keine einjährigen Kinder aufgenommen worden. Wegen steigender Kinderzahlen empfahl das Landesjugendamt vor einem Jahr, eine provisorische Gruppe für zehn Kinder einzurichten. Und auch für 2015/16 werden wieder 60 Kinder erwartet. Der Kreis Bad Dürkheim schätzt, dass diese Zahlen in den nächsten Jahren nicht zurückgehen dürften. „Alles insgesamt erfreuliche Zahlen und ein Beweis für die Attraktivität des Ortes“, befand SPD-Fraktionsvorsitzender Gunter Greulich. Um eine dauerhafte dritte Gruppe zu schaffen, müsste ein Gruppenraum samt Nebenraum von gut 80 Quadratmetern geschaffen werden. Die Verwaltung verweist in ihrer Vorlage auf die „ungünstige Aufteilung der Einrichtung in drei separate Gebäudeteile“. Sie schlägt vor, dass der neue Raum den Neubau und den Nordtrakt der Hospitalstiftung verbinden solle. Hier würde der Landkreis maximal eine Bausumme von 310.000 Euro mit bis zu zirka 45 Prozent bezuschussen. Das Land würde sich pauschal mit 67.375 Euro und 4900 Euro je Kindergartenplatz beteiligen. Bei einer fiktiven Bausumme von 250.000 Euro läge somit der Gemeindeanteil bei unter 40.000 Euro. Der zuständige Beigeordnete Stefan Haas (CDU) geht davon aus, dass die Kosten für den Anbau deutlich unter 310.000 Euro liegen werden: „Wir wollen hier keinen Protzbau errichten, sondern einen schönen und zweckmäßigen Bau, wobei uns unsere Kinder diese Kosten wert sein sollten.“ Eine Sicht, die Bürgermeister Bernd Eberle (FWG) teilt: „Nicht nur unser Dorf hat Zukunft, sondern Kinder sind unsere Zukunft.“ Dies sieht Fraktionskollegin Ruth Faber-Hedjazi im Prinzip genauso und will sich eigentlich auch nicht gegen die Baumaßnahme aussprechen. Allerdings seien Anbauten einfach nicht mehr zeitgemäß, da sie dem flexiblen Konzept eines modernen Kindergartens nicht Rechnung trügen. „Hier sollten wir einmal tuk sagen und einen Neubau an anderer Stelle errichten.“ Bürgermeister Eberle sah dies kritisch, da ein Neubau seiner Meinung nach nie genehmigt und bezuschusst würde. Das bestätigt Hanns Gauch, zuständiger Sachgebietsleiter bei der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land auf Nachfrage. „Die Einrichtung ist zwar zerklüftet“, räumt er ein. „ aber faktisch neu. Ein Ersatzbau scheitert daran, dass er nicht bezuschusst würde. (evg/jel)

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