Dannstadt-Schauernheim RHEINPFALZ Plus Artikel Rat debattiert über Gefahr an Schauernheimer Bushaltestelle

Die Bushaltestelle Schauernheim-Mitte halten manche Eltern und Politiker für gefährlich.
Die Bushaltestelle Schauernheim-Mitte halten manche Eltern und Politiker für gefährlich.

Während die Grundschule im Ortsteil Schauernheim saniert wird und die Schüler in die Kurpfalzschule in Dannstadt ausweichen, bietet ihnen der Rhein-Pfalz-Kreis freiwillig einen Schülerbus dorthin an. Eltern und Gemeinderat halten den Stop Schauernheim-Mitte für bedenklich. Gibt es eine Alternative?

Die CDU, Grünen, FDP und SPD im Dannstadt-Schauernheimer Ortsgemeinderat sehen in der Haltestelle Schauernheim-Mitte, an der die Grundschüler morgens in den Bus einsteigen, ein großes Gefahrenpotenzial. So müssten die Kindern neben dem Verkehr auf der viel befahrenen Speyerer Straße auf die Fahrradfahrer auf dem angrenzenden Radweg achten. Und da sich bis zu 50 Jungen und Mädchen gleichzeitig an der Haltestelle tummelten, gestalte sich die Situation dort entsprechend riskant. „Deshalb haben wir uns überlegt, wie wir die Lage möglichst günstig entschärfen können“, sagte CDU-Fraktionschef Elmar Burkhardt stellvertretend für alle Parteien. „So kam es zu der Idee, vielleicht am Betheny-Platz, im Bereich Betheny-Allee und Schackstedter Straße eine Ersatzhaltestelle zu schaffen“, erklärte er. Ob und wie das funktionieren könnte, solle die Verwaltung der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim prüfen. Zugleich betonte Burkhardt: „Wir sind dem Rhein-Pfalz-Kreis sehr dankbar für seine Bereitschaft, während der Bauzeit diesen kostenlosen Schülertransport anzubieten.“

Bürgermeister Stefan Veth (CDU) stand dem Vorschlag skeptisch gegenüber. Dass sich die Fraktionen Gedanken über die Sicherheit der Grundschüler machten, sei zwar löblich, aber der Schülertransport sei Sache des Landkreises, nicht der Kommune. Zu diesem speziellen innerörtlichen Transportangebot sei der Kreis allerdings nicht verpflichtet. Deshalb warnte er davor, die Geduld der Verantwortlichen bei der Kreisverwaltung überzustrapazieren. „Denn wir möchten nicht, dass er sich zurückzieht“, erklärte der Rathauschef. „Zumal wir mit Vertretern des Kreises und der Polizei wiederholt vor Ort waren und keine konkrete Gefahr erkennen konnten“, sagte er. Die Grundschüler und die Eltern, die sie zur Haltestelle begleiteten, hätten sich sehr diszipliniert verhalten. Außerdem handle es sich nur um ein kurzes Zeitfenster von 7.42 bis 7.50 Uhr, in dem die Schüler in den Bus nach Dannstadt einsteigen.

„Wollen den Kreis nicht ärgern“

Zur möglichen Alternative am Betheny-Platz gab Veth zu bedenken, dass dafür in der Schillerstraße, Betheny-Allee, Schackstedter Straße sowie im Gronauer und Alsheimer Weg ein Halteverbot angeordnet werden müsste, damit der Bus durchkommt. Zudem müsse ermittelt werden, ob er auch schnell genug durchkommt. Notfalls könnten besorgte Eltern ihre Kinder auch mit dem Auto zur Schule fahren.

„Das wollen wir ja gerade nicht“, erwiderte Almut Schaab-Hehn (Grüne). Und Burkhardt betonte: „Wir machen das nicht, um den Kreis zu ärgern.“ Stattdessen hätten die Fraktionen Hinweise von Eltern auf die möglichen Gefahren bekommen. „Und wenn wir welche erkennen, müssen wir sie benennen“, sagte er. Marc Hauck (FDP) hob hervor, der Prüfauftrag diene dazu, herauszufinden, wie die Situation verbessert werden könnte. Uwe Schölles (SPD) sah darin ein Signal, „dass uns die Sicherheit der Kinder nicht egal ist“, und eine Anregung, über Verbesserungsmöglichkeiten nachzudenken. Veth informierte, dass er den Antrag an den Kreis weitergeleitet habe. Noch gelte es, das Ergebnis abzuwarten.

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