Mutterstadt
Rat beschließt erweiterte Betreuung in Grundschule
Eine Befragung der Eltern hat laut Bürgermeister Hans-Dieter Schneider (SPD) ergeben, dass die Mehrheit gern ihre Grundschulkinder nachmittags länger betreuen lassen möchte. Dem Wunsch möchte die Gemeinde nachkommen und das in die Planung des Kindercampus einfließen lassen. Es werden vier Räume dafür eingerichtet. Der Kindercampus soll die Grundschule und den neuen Kindergarten mit Hort neben der Grundschule umfassen. Für den Kita-Neubau wird das alte Bauhofgebäude abgerissen.
Derzeit wird in der Grundschule eine Betreuung bis 14 Uhr angeboten, diese soll auf 15 oder 16 Uhr ausgeweitet werden. Dann müsse den Kindern aber auch Mittagessen angeboten werden, erläuterte Schneider. Dazu seien eine Mensa und eine größere Küche notwendig, die zusammen mit der Kita genutzt werden soll.
Keine weitere Ganztagsschule
Christa Scheid, Fraktionsvorsitzende der Grünen, sprach sich dafür aus, eventuell auch aus der Pestalozzi-Grundschule eine Ganztagsschule zu machen; die Mandelgraben-Grundschule ist es bereits. Das lehnte Isabel Schneider (SPD) hingegen ab, denn dann würde den Eltern, die nur eine Betreuende Grundschule für ihre Kinder bräuchten, eine Wahlmöglichkeit genommen werden. Der Bürgermeister wusste aus Gesprächen, dass das auch die Schulleitung der Mandelgraben-Grundschule nicht wolle. Sie befürchte, dass die Schule dann ihre Ganztagsplätze nicht besetzt bekomme. Außerdem müssten das Lehrerkollegium der Pestalozzi-Schule und die Schulbehörde einer Änderung der Schulform zustimmen.
Der Gemeinderat war einstimmig für die Ausweitung der Betreuungszeit an der Pestalozzi-Grundschule. Mit dem Beschluss kann laut Bürgermeister Schneider die Gemeinde nun Zuschüsse für die Kosten beantragen. Die Ausweitung des Betreuungsangebots sei auch aus einem anderen Grund sinnvoll, meinte Schneider weiter: Grundschulkinder sollen ab 2025 ein Anrecht auf eine Ganztagsbetreuung bekommen.