Rhein-Pfalz Kreis Römerfunde werden untersucht

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«LUDWIGSHAFEN.» Weitere vorbereitende Arbeiten für den Bau der Südspange, einer technischen Vorkehrung des Hochwasserschutzes zwischen Floßbach und Rehbach, hat der Gewässerzweckverband Isenach-Eckbach auf den Weg gebracht. Ende August sollen zunächst die archäologischen Funde im Verlauf der ehemaligen Römerstraße untersucht werden. Voraussichtlich ab Mitte November werden dann die Beregnungsrohre im Bereich der künftigen Trasse umgelegt.

Diesen Zeitplan nannte Geschäftsführer Hans Peter Theiß in der jüngsten Sitzung des Verbandsausschusses in Lambsheim. Mit der Bodenerkundung, die im Bereich Mutterstadt und Rheingönheim etwa dreieinhalb Monate dauern wird, wurde die Außenstelle Speyer der Direktion Landesarchäologie beauftragt. Die Kosten sind mit knapp 90.000 Euro veranschlagt. Ein vom Ausschuss daneben gebilligter Nachschlag von rund 300.000 Euro betraf zusätzliche Ingenieurleistungen für die Südspange. Dabei geht es unter anderem um die Detailpläne für die Umverlegung der Leitungen des Beregnungsverbandes Vorderpfalz. Betroffen sind im Verlauf der Trasse 14 Leitungsstränge. Die anfallenden Kosten werden auf 320.000 Euro geschätzt. Ursprünglich nicht vorgesehen war ein vorheriges Einmessen der Bestandsleitungen des Beregnungsverbandes. Allerdings wurde laut Theiß festgestellt, dass die vorgelegten Pläne veraltet seien und teilweise nicht mehr stimmten. Hans-Dieter Schneider (SPD), stellvertretender Verbandsvorsteher und Bürgermeister von Mutterstadt, regte an, den Beregnungsverband anteilig an diesen Kosten zu beteiligen. Inzwischen liegt das Verkehrswertgutachten als Grundlage für den Flächenerwerb im Zuge der Südspange vor. Seitens des Ministeriums werde der Verkehrswert der Grundstücke als förderfähig anerkannt, informierte Theiß. Dass für die Bestandsflächen keine Förderung vorgesehen sei, sondern lediglich eine sogenannte Grunddienstbarkeit eingetragen werden könne, empfinde er als nicht gerecht. Fortschritte macht der Gewässerausbau auf der Frankenthaler Terrasse, für den der Zweckverband bereits Aufträge von mehr als zwei Millionen Euro vergeben hat. Wegen mehrerer Bombenfunde musste eine Kampfmittelsondierung in Auftrag gegeben werden. Die Kosten von knapp 39.000 Euro wurden vom Ausschuss abgesegnet. Über die Höhe eines Gebührenbescheides von 96.400 Euro für die Einleitung von belastetem Grundwasser in das Kanalnetz der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim waren die Mitglieder überrascht. Für die Renaturierung des Belchgrabens auf Frankenthaler Gemarkung stimmte der Ausschuss der Vergabe weiterer Ingenieurleistungen von knapp 250.000 Euro zu. Die für eine dem Artenschutz (Flussregenpfeifer) dienende Ausgleichsmaßnahme von 6800 Quadratmetern anfallenden Mehrkosten (64.000 Euro) übernimmt die Stadt Frankenthal. Für die laufenden Unterhaltungsmaßnahmen an den Gewässern kündigte Geschäftsführer Hans Peter Theiß einen Pflegeplan an. Im vergangenen Jahr seien bedingt durch das Mai-Hochwasser mehrere Ausnahmegenehmigungen und eine biologische Begleitung erforderlich gewesen. Zusatzkosten: rund 10.000 Euro. Die extern vergebene Organisationsuntersuchung des Gewässerzweckverbandes sei bisher noch nicht so recht in die Gänge gekommen, bedauerte Theiß.

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