Speyerer Umland RHEINPFALZ Plus Artikel Protestanten feiern teilweise auch vor Ort

In den Kirchen gibt es für jeden angemeldeten Teilnehmer feste Sitzplätze.
In den Kirchen gibt es für jeden angemeldeten Teilnehmer feste Sitzplätze.

Die protestantischen Kirchengemeinden im Speyerer Umland bieten in der Karwoche und zu Ostern Gottesdienste in den Kirchen, aber auch alternative Angebote beziehungsweise Andachten auf ihren Internetseiten an.

Die protestantische Kirchengemeinde Römerberg bietet Gottesdienste in der Kirche, aber auch in „To-go“-Form an. Ab Gründonnerstag, 9 Uhr, steht eine Kiste vor der Tür des Pfarramts, in der die „Gottesdienste to go“ für den Gründonnerstag und den Karfreitag abgeholt werden können. An Karfreitag wird auch in der Friedenskirche zur Sterbestunde Christi gedacht, für Ostersonntag, 6.30 Uhr, ist eine Frühandacht im Hof neben der Kirche geplant. Dafür sind noch Plätze frei, die noch heute im Pfarramt unter 06232 83775 gebucht werden können. Die Gottesdienste in der Kirche finden auf jeden Fall statt, weil nur 30 Personen teilnehmen dürften, medizinische Maskenpflicht herrsche und sie es deshalb mit ihrem Gewissen vereinbaren könne, sagt Pfarrerin Bettina Beyerle. Außerdem wird am Ostersonntag ab 10 Uhr ein ökumenischer Ostergottesdienst angeboten, der auf der Internetseite der katholischen Pfarrei Hl. Hildegard abgerufen werden kann. Die evangelische Kirchengemeinde Dudenhofen bietet an Ostern ebenfalls, wie zuletzt, Gottesdienste vor Ort in Hanhofen, Dudenhofen und Harthausen an. Da jedoch nur eine begrenzte Anzahl von Menschen vor Ort teilnehmen kann, wirbt die Kirchengemeinde für ihr Online-Angebot auf ihrer Webseite. Der Familiengottesdienst zu Ostern werde mit biblischen Figuren kindgerecht in Szene gesetzt und musikalisch von Menschen aus der Gemeinde begleitet.

Die protestantische Kirchengemeinde Westheim-Lingenfeld plant ihre Gottesdienste ebenfalls vor Ort. Pfarrer Martin Oesterling begründet dies damit, dass es die höchsten Feiertage sind und die Menschen ein starkes Bedürfnis nach den Gottesdiensten hätten. In Lingenfeld dürften rund 20, in Westheim rund 30 Personen in die Kirche. Die Anzahl der Corona-Neuinfektionen in den beiden Orten sei gering, zudem gebe es feste Plätze und es herrschten Abstands- und Hygieneregeln sowie eine Maskenpflicht, sagt Oesterling, der die Corona-Zahlen aber weiterhin im Blick hat und über die Internetseite der Kirchengemeinde beziehungsweise die angemeldeten Besucher telefonisch informieren würde, wenn die Gottesdienste doch noch abgesagt werden würden. Die protestantische Kirchengemeinde Schwegenheim bietet dagegen nur das bewährte Online-Format „Angedacht“ zu den Osterfeiertagen auf ihrer Internetseite an.

Auch das Presbyterium der protestantischen Kirchengemeinde Waldsee-Otterstadt hat entschieden, am Karfreitag und Ostersonntag sowie am 11. April nur Online-Gottesdienste auf ihrer Internetseite anzubieten. Gottesdiensttexte und Weinhostien können im Gemeindebüro Waldsee und im Kindergarten Arche Noah bestellt werden. Sie können abgeholt oder nach Hause gebracht werden. So können alle Gemeindemitglieder von zu Hause dennoch zusammen feiern.

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