Rhein-Pfalz Kreis Prinzipiell einverstanden
«Dannstadt-Schauernheim.» Die „gemeindlichen Interessen“ sollen beim Ausbau der A 61 berücksichtigt werden. Das wünscht sich der Dannstadt-Schauernheimer Ortsgemeinderat vom Landesbetrieb Mobilität. Die Pläne für den Ausbau sind inzwischen da und können eingesehen werden.
Prinzipiell haben die Dannstadt-Schauernheimer nichts gegen den geplanten Ausbau der A 61 von heute vier auf sechs Spuren zwischen Mutterstadt und Speyer. Zumindest solange das Land eine vorhandene Drainageleitung und die betroffenen Wirtschaftswege sichert beziehungsweise sicherstellt, dass eventuelle Beschädigungen bei den Bauarbeiten von den Verursachern behoben werden. Das hat die Kommune bereits 2007 gefordert, als zum ersten Mal eine Stellungnahme gefragt war. Die Pläne für den Ausbau der Autobahn sind derweil veröffentlicht worden. Bis Montag, 5. Februar, können Interessierte sie bei den Verwaltungen der betroffenen Städte und Gemeinden einsehen. Für Speyer gibt es sogenannte aktive Lärmschutzmaßnahmen (Wände entlang der A 61) auf rund zwei Kilometern, in denen Siedlungsgebiet durchschnitten wird, und passive Maßnahmen (in der Regel Zuschüsse für neue Fenster) für 219 Häuser. „Es hat sich nichts Gravierendes verändert“, fasste Oberbürgermeister Hansjörg Eger (CDU) im Speyerer Bauausschuss zusammen. Die Stadt hatte eine Verschärfung der Lärmschutzmaßnahmen gefordert – auch über die 2016 vorgestellten Nachbesserungen hinaus. Seinerzeit war von 194 Häusern die Rede, die Anspruch auf passiven Lärmschutz hätten, jetzt stehen 219 in der Liste des fast 300 Seiten starken Beschlusses. Schon heute gibt es Schutzwände, die unzureichend seien. Zum Projekt gehören unter anderem auch eine 30 Meter breite Wildbrücke, Versickerungsflächen und ein Unterführungsbauwerk für den Floßbach. Das Land hat vor drei Jahren 53.676 Fahrzeuge auf Speyerer Höhe pro Tag gezählt. Für 2020 wurden 64.108 Fahrzeuge erwartet, die aber nicht erreicht würden. In einer neuerlichen Stellungnahme hat der Dannstadt-Schauernheimer Ortsgemeinderat nun die alten Forderungen bekräftigt und die Verwaltung beauftragt, „die Berücksichtigung der gemeindlichen Interessen auf dem Dienstweg einzufordern“. Dafür gibt es laut Sachbearbeiter Roland Argus inzwischen auch einen Ansprechpartner beim Landesbetrieb Mobilität. Im Netz Pläne unter pfv.lbm-rlp.org/de/planfeststellungsverfahren/bab/