Rhein-Pfalz Kreis Planer überlegt Konzept gegen Raser
Ein Verkehrsplaner soll schnellstmöglich überlegen, wie Fahrzeuge auf der Durchgangsstraße etwas gebremst werden können. Das haben Bauausschuss und Rat in einer gemeinsamen Sitzung fraktionsübergreifend am Dienstag beschlossen. Außerdem sollen die wiederkehrenden Beiträge eingeführt werden. Nur so können die Kosten für Bauprojekte zum Beruhigen des Verkehrs auf alle Heßheimer umgelegt werden. Für eine „vorübergehende Tempo-30-Zone“ plädierte die CDU.
Nachdem das Thema Verkehrsberuhigung schon seit vier Monaten mehr oder weniger intensiv diskutiert wurde, scheint es nun konkret zu werden. Festgelegt haben die Fraktionen einvernehmlich in beiden Gremien die Reihenfolge des Vorgehens. Die Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim soll innerhalb der nächsten 14 Tage einen Planer damit beauftragen, ein Konzept zur Verkehrsberuhigung zu erstellen. Dabei soll auch berücksichtigt werden, dass Busse und Traktoren die Strecke passieren müssen. Der Verkehr soll verlangsamt werden, aber flüssig bleiben, Raserei jedoch ausgeschlossen werden, so formulierten Pia Barth (SPD) und Michael Hack (CDU) das Ziel. Zunächst sollen die Gremien über den Expertenplan diskutieren und anschließend die Bürger bei einer Veranstaltung informiert werden. Dort sollen sie Gelegenheit bekommen, ihre Wünsche zu äußern. Acht Bürger hatten bereits die Sitzung besucht, was von dem Interesse der Heßheimer an dem Thema zeugt. Der Bauausschuss wünscht sich, dass auch angrenzende Straßen wie die Großniedesheimer und Heuchelheimer Straße dabei berücksichtigt werden. Bei der Alten Straße soll das Augenmerk auf ein Parkkonzept gelegt werden. Das hat praktische Gründe: Die Planungskosten für ein übergreifendes Verkehrskonzept könne auf die Bürger umgelegt werden, erklärte Yvonne Staiger von der Bauleitplanung bei der Verbandsgemeindeverwaltung. Damit Bauprojekte von allen Bürgern getragen werden, sollen möglichst bald wiederkehrende Beiträge eingeführt werden. Solange diese Beiträge nicht für alle Heßheimer verpflichtend sind, würden nur die Anlieger in den betreffenden Straßen zur Kasse gebeten. In beiden Gremien beharrte die CDU auf einer sofortigen „vorübergehenden“ Einführung einer Tempo-30-Regelung auf der Durchgangsstraße. Im Ortsgemeinderat distanzierte sich die CDU-Fraktion davon, Michael Hacks Anregung als Antrag zu werten. Bodo Voll (FWG) empfahl, „mit Tempo 30 zu warten, bis der Planer fertig ist“. Und Pia Barth bezweifelte, ob ein auf den ganzen Ort bezogenes Tempo 30 von den Bürgern akzeptiert werde. |cei