DUDENHOFEN RHEINPFALZ Plus Artikel Pfarrheim-Abriss für vierte Kita notwendig

Der Abriss würde mindestens 100.000 Euro kosten: Pfarrheim in Dudenhofen.
Der Abriss würde mindestens 100.000 Euro kosten: Pfarrheim in Dudenhofen.

Die CDU-Fraktion im Ortsgemeinderat Dudenhofen fühlt sich vom Bürgermeister und der Verwaltung nicht oder nur unzureichend unterrichtet. CDU-Sprecher Jürgen Ofer hatte deshalb bei der jüngsten Ortsgemeinderatssitzung in der Festhalle jede Menge Fragen. Die Themen reichten von einer neuen Kita bis zum Dauerbrenner Verkehr.

Über die Absage eines im Juni geplanten Ratstermins „aus Mangel an Tagesordnungspunkten“ zeigte sich die CDU verwundert. Auch um sich nicht länger ausgeschlossen und abgehängt zu fühlen und um über den aktuellen Sachstand gedachter Vorhaben auf dem Laufenden zu sein, stellte die Fraktion eine ganze Reihe von Anfragen. „Uns kommt es darauf an, auf der Reise durch die Corona-Zeit mitgenommen zu werden, Dudenhofen nach vorne zu bringen“, begründete Jürgen Ofer dies.

Die CDU mahnte in diesem Zusammenhang zum Beispiel Fortschritte beim beabsichtigten Kita-Neubau auf dem von der Gemeinde gekauften Pfarrheim-Gelände an. Ortsbürgermeister Jürgen Hook (SPD) über den Stand der Dinge: „Wir haben ein Bodengutachten zu möglichen Altlasten in Auftrag gegeben und ein Angebot für den Abriss des ehemaligen Pfarrheims St. Heinrich eingeholt.“ Danach würde der Abriss 120.000 bis 150.000 Euro kosten. Einen Erhalt schloss Ortsbeigeordneter Reinhard Burck (Grüne) aus. Bei einer Begehung sei man sich einig gewesen, dass das Pfarrheim nicht als Kindertagesstätte genutzt werden könne.

Burck mit Kritik an CDU

Nichts Neues berichtete Burck zur Maßnahme Erweiterung betreuende Grundschule und Hort. Das Verfahren bewege sich schwer von der Stelle, auch weil es die Vorgängermehrheit CDU „falsch angepackt“ habe. Momentan sei die Verwaltung auf einem guten Weg, wolle noch einmal das Gespräch mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) suchen. Haupthindernis sei, dass betreuende Grundschule und Hort in einem Gebäude untergebracht werden sollen.

Weiter wollte die CDU den Ausfall der Gewerbesteuer-Einnahmen infolge von Covid-19 beziffert haben. Hook konstatierte einen Einbruch im Juni um zehn Prozent. Im landesweiten Durchschnitt sei Dudenhofen bisher noch glimpflich davongekommen und könne mit dem Rückgang leben. Eine konkrete Zahl konnte er nicht nennen. Hook: „Kassensturz machen wir zu gegebener Zeit.“ Werner Löffler (SPD) relativierte es als Zwischenergebnis: „Im zweiten Halbjahr wird einiges wieder aufgeholt.“ Jürgen Creutzmann (FDP) verlässt sich auf die Landesregierung: „Die hat versprochen den Kommunen die Ausfälle wenigstens zum Teil zu ersetzen.“

Nicht weiter verfolgen will der Bürgermeister CDU-Bedenken zum Einmündungsbereich Kettelerstraße/Maxburgstraße. Der liege im Zuständigkeitsbereich der Verbandsgemeinde. Beim Thema innerörtlicher Verkehr wurde Hook grundsätzlich: „Täglich beschweren sich Leute im Rathaus, zeigen mit dem Finger auf die jeweils anderen.“ Überall im Dorf werde gerast und falsch geparkt. Letzteres besonders in der Goethestraße. Hook: „Da sind es immer die gleichen, die provokativ Verkehrsregeln missachten.“ Was er nicht länger hinnehmen und ab sofort „deutlich höhere“ Bußgeldbescheide verschicken werde. Fruchte auch das nicht, denke er an drastischere Sanktionen. Geprüft würden derzeit die Parkmarkierungen in der Gommersheimer Straße.

Die Anfrage der CDU nach einer Verlegung der Kerwe auf eine klimatisch günstigere Jahreszeit hielt Hook für obsolet: „Für 2020 ist sie abgesagt. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.“

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