Rhein-Pfalz Kreis Osterhase auf Tauchstation
MUTTERSTADT. Ostereier suchen gehört zu Ostern einfach dazu – allerdings meistens im Grünen. Am Ostermontag nutzten rund 80 Kinder und Jugendliche im Kreisbad Aquabella in Mutterstadt die Gelegenheit, nach Ostereiern zu tauchen. Der nasse Spaß lockte vor allem Familien an.
Schon gegen Mittag konnten es viele kleine Besucher gar nicht mehr abwarten. Als Mira Höfli und ihre Kollegen gegen 13 Uhr die bunten Plastikeier in den Schwimmbecken versenkten, gab es für die Kinder und Jugendlichen kein Halten mehr. „Das Ostereiertauchen kommt recht gut an“, sagte Höfli. Nicht nur die Jüngeren, auch Erwachsene probierten sich an der Suche nach den bunten Eiern. Im großen Schwimmerbecken mit einer Tiefe von bis zu 3,5 Metern wurde der zehnjährige Leon fündig. Zwei Eier habe er bei seinem ersten Tauchgang gefunden, erzählte er stolz. Im Tauchen sei er gut, fügte er hinzu. Die Freude über die ungewöhnliche Suche nach den Eiern war ihm anzumerken. „Das ging relativ schnell, innerhalb einer Minute“, sagte seine Mutter Sabine Dohmen, die vom Beckenrand aus zuschaute. Von der Aktion hatte die Familie vorab im Internet gelesen, die Entscheidung zum Besuch im Mutterstadter Schwimmbad sei aber schon vorher gefallen. „Wir kommen aus Neustadt und wollten mal etwas anderes sehen“, begründete Sabine Dohmen ihre Wahl. Die Mitarbeiter verteilten das Suchspiel gezielt auf mehrere Stunden. „Wir versuchen auch, die Eier unauffällig zu versenken und nicht alle auf einmal“, erklärte Mitarbeiter Benedikt Wittmann. Für die Besucher sei es auf jeden Fall eine Attraktion. „Die Leute sagen, dass es mal eine Abwechslung sei, nach Eiern zu tauchen und nicht nach Ringen“, weiß Wittmann aus Rückmeldungen. Auch Patrick Marxer, der während der Semesterferien im Bad aushilft, fand das Ostereiertauchen „ganz lustig“. Besonders habe er sich darüber gefreut, wie sich die Schwimmer auf die kleinen Tauchobjekte stürzten. Damit die Eier bis auf den Beckenboden sinken, hatten die Mitarbeiter vorgesorgt. „Wir haben die Eier mit einer hochprozentigen Salzwasserlösung gefüllt, damit sie untergehen“, berichtete Höfli. Anschließend wurden sie mit der Heißklebepistole verschlossen. Mittlerweile hätten sie einen recht großen Fundus, denn das Ostereiertauchen findet schon seit mehreren Jahren statt. Belohnt wurden am Ende alle Taucher, gleich, wie viele Eier sie aus dem Becken fischen konnten. Am Ausgang gab es ein kleines Präsent. Schließlich sollte jeder – ob klein oder groß – zum Zug kommen, betonte Mira Höfli. Deshalb waren die Ostereier auch in allen Becken verteilt, angefangen beim Planschbecken mit gerade mal 50 Zentimetern Tiefe. Hier konnte schließlich nach ein paar Anläufen auch Emilia Sophie ein rotes Ei in der kleinen Hand halten. Mutter Janine Wendler musste ihrer gerade einmal 15 Monate alten Tochter noch etwas bei der Ostereiersuche helfen.