Rhein-Pfalz Kreis Ortsgemeinderat: Zusatzkanal hat sich bereits bewährt

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«Mutterstadt.»Um bei Gewitterregen zusätzlichen Stauraum für die Wassermassen zu haben, ist die ehemalige Grabenverrohrung in der Ludwigshafener Straße wieder in Betrieb genommen worden. Das war teurer als erwartet, weshalb der Mutterstadter Gemeinderat am Dienstagabend die höheren Ausgaben im Nachhinein gebilligt hat.

Zunächst ging die Verwaltung davon aus, dass es rund 164.000 Euro kostet, den alten Kanal zu reaktivieren. Bei den Arbeiten seien jedoch Schäden entdeckt worden, „die bei der Innensanierung nicht ersichtlich waren“, sagt Werner Klein, Leiter der Bauverwaltung. So habe der betagte, einst vor Ort gemischte Beton erhebliche Risse aufgewiesen, und den heutigen Güteanforderungen habe er ohnehin bei weitem nicht mehr genügt. Aufgrund der Schäden hätte ein hinzugezogener Statiker nicht ausschließen können, dass das Rohr bei Belastung von außen einbricht. „Also haben wir den Kanal in dem Abschnitt neu gemacht. Ziel war, neben dem Hauptkanal 330 Kubikmeter zusätzliches Rückstauvolumen anzubieten“, erläutert Klein. Insgesamt seien die Kosten deshalb auf rund 279.000 Euro gestiegen. Das Projekt habe beim letzten Gewitterregen kürzlich bereits positive Auswirkungen gehabt. „Ein Nachbar hat uns berichtet, dass der Rückstau circa 20 Zentimeter niedriger war als zuvor.“ Daneben folgte der Rat den Beschlussvorschlägen seiner Fachausschüsse. So verabschiedete er den Bebauungsplan „Pfalzmarkt – Erweiterung, Änderung 1“, unterstützte die Bitte von Kämmerin Elke Helm, die Jahresabschlüsse des Palatinums weiter von einem externen Wirtschaftsprüfer kontrollieren zu lassen, und beauftragte zwei Firmen damit, die Bühnenbeleuchtung im Palatinum für insgesamt rund 123.000 Euro zu erneuern. Daneben nahm das Mutterstadter Parlament Spenden an. Sparkasse Vorderpfalz und VR Bank Rhein-Neckar stellten je 5000 Euro für das 1250. Dorfjubiläum bereit, die Thüga Energie 2000 Euro. Hans-Jürgen Becker spendete 1000 Euro für die Umgestaltung des Ortskerns, der Beigeordnete Klaus Lenz (CDU) für denselben Zweck drei Ulmen im Wert von 774 Euro. Ein Bürger stellte anlässlich seines Geburtstags 100 Euro für soziale Belange zur Verfügung.

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