Rhein-Pfalz Kreis Opernstars und Weltpremiere

. Die Mutterstadter Blaskapelle unter der Leitung von Thomas Zelt eröffnete den Abend mit den Klängen des Arsenal Konzertmarsches. Neben den meist feierlichen Klängen gab es auch Platz für musikalischen Humor. „The Saints` Hallelujah“ war eine Mischung aus „When the Saints go marching in“ und dem berühmten „Hallelujah“ aus Händels Oratorium „Der Messias“, bei dem Stücke der bekannten Melodien munter gemischt wurden. Auch der Erste Handharmonika Club, dirigiert von Vladimir Korol, machte sich und den Zuhörern einen solchen Spaß. Er mischte das berühmte „Tatata-Daaa“ von Beethovens Fünfter Sinfonie mit dem Party-Hit „Celebration“ von Kool & The Gang. Feierlich wirkte das Stück des CVJM Posaunenchors. Die Bläser spielten „Highland Cathedral“. Der Vorsitzende der Blaskapelle Mutterstadt, Peter Reinartz, berichtete dem Publikum im voll besetzten Palatinum von der Entstehung des Abends. Die Idee zur Gala mit eigenen Musikern habe Bürgermeister Hans-Dieter Schneider (SPD) gehabt, erzählte er. Schneider habe vor anderthalb Jahren Vertreter der Musikgruppen und Chöre an einen Tisch geholt und einen gemeinsam zu gestaltenden Abend vorgeschlagen. Das sei ein großes Vorhaben gewesen, denn es seien ja ganz unterschiedliche Vereine unter einen Hut zu bringen gewesen. Gelungen sei es dank vielen Helfer, Koordinatoren und aktiven Sänger und Musiker selbst. 320 Mitwirkende standen schließlich im Laufe des Programms auf der Bühne. Für dieses Engagement bedankte sich der Bürgermeister auch an dem Abend. Gesungen wurde konfessionsübergreifend, nämlich dem protestantischen und katholischen Kirchenchor und den jeweiligen Kinderchören. Schillers „Ode an die Freude“, vertont von Beethoven, wurde von den Erwachsenen in einer christlichen Neutextung gesungen, wobei Schillers „Seid umschlungen, Millionen – diesen Kuss der ganzen Welt“ vom Gefühl her auch gepasst hätte. Auch die weltlichen modernen Chöre Cantamus und Crescendo vereinigten sich zum gemeinsamen Gesang, dirigiert von Kristina Franz. Ebenso fanden sich die traditionsreichen Gesangvereine Frohsinn, Germania und Liederkranz zusammen, um die „Teure Heimat“ zu würdigen. Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt von Volker Bengl und seiner Schwester Ulrike Machill. Der Tenor und die Sopranistin stammen aus Mutterstadt und, wie Reinartz berichtet, seien beide sofort mit Begeisterung bei der Sache gewesen. Bengl hat auf allen großen Bühnen Europas gesungen und war 16 Jahre am Staatstheater in München engagiert. Ulrike Machill singt im Heidelberger Opernchor und ist dort als Solistin tätig. Bengl sang das bekannte Lied „In der Pfalz blühen uns`re Reben“ und seine Schwester pries als „Kind vom Rhein“ den Sonnenschein. Im Duett sangen die Geschwister „Ach ich hab in meinem Herzen“, das Duett der Königskinder aus der Oper „Schwarzer Peter“. Und da jubelte das Publikum lautstark. Begleitet wurden die beiden von Stefan Franz am Piano. Zum Finale erklang erstmals unter Mitwirkung aller Beteiligten das „Mutterstadter Lied“, dessen Musik Uli Führe und dessen Text Konrad Heller (siehe „Interview“) geschrieben hat. Der Text verbindet Heimatliebe mit der langen Geschichte der Zuwanderung, die der Ort erlebt hat. Zukunftsorientiert ist die Quintessenz des Textes: „Lasst jedem seine Eigenheit, es ist zu unserem Besten.“