Rhein-Pfalz Kreis Nils fragt: Warum gibt’s im Englischen Garten so wenig Blumen?

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Ich habe mir am Sonntag mit Opa Nörgel den Garten der Familie von Heyl in Bobenheim-Roxheim angeschaut. Ich hatte gedacht, dort ganz viele Beete mit ganz vielen verschiedenen Blumen zu sehen. Opa hat mir erklärt, dass das Gelände auf dem Nonnenhof ein Englischer Landschaftsgarten ist. „Die Idee zu solchen Parks ist im 18. Jahrhundert in England entstanden, weil man keine Lust mehr auf die piekfeinen französischen Barockgärten mit ihren streng angelegten Blumenbeeten hatte.“ Opa sagt, die Leute wollten stattdessen Gärten, die wie abwechslungsreiche natürliche Landschaften aussehen. „Und die Natur sieht nun mal nicht aus wie eine bunt blühende Landesgartenschau“, sagt Opa. Dann hat er geschmunzelt und gemeint, dass es ganz schön viel Arbeit ist, bis ein Englischer Garten natürlich aussieht. Die Parks seien damals sehr genau geplant worden. Sei es, wo Bäume stehen sollten oder wie sich ein Weg zu schlängeln hatte. Sehr beliebt als Blickfang waren und sind auch kleine Tempel, Ruinen und Grotten. „Ein Englischer Garten ist also genauso künstlich wie ein Barockgarten, der die Natur in exakte geometrische Formen zwingt“, sagt Opa Nörgel. Uns beiden Bibern gefällt ein Landschaftsgarten trotzdem besser. Schon allein wegen der Bäume, die wir so gern zernagen würden. (ww)

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