Dannstadt-Schauernheim RHEINPFALZ Plus Artikel Neustart bei der Arbeiterwohlfahrt

Teile des neuen Vorstands der Awo Dannstadt-Schauernheim (von links): Paula Hüls, Gerald Nieder, Ulrike Lösch-Schölles, Werner S
Teile des neuen Vorstands der Awo Dannstadt-Schauernheim (von links): Paula Hüls, Gerald Nieder, Ulrike Lösch-Schölles, Werner Schlieger, Ulrike Vogel, Uwe Schölles und Gerlinde Braun.

Der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (Awo) steht nach einer Zwangspause vor einem Neuanfang. Ein neuer Vorstand ist angetreten, um im Austausch mit den Mitgliedern bewährte Angebote zu erhalten und Neues auszuprobieren. In die neue Ära möchte man auch mit einer zeitgemäßeren Interpretation des Kürzels Awo gehen: „Awo – aktuell und weltoffen“.

Mit der Corona-Pandemie kam auch für den Awo-Ortsverein in Dannstadt-Schauernheim eine Zwangspause für die wöchentlichen Angebote im Seniorentreff in der Friedenstraße. Bevor das Vereinsleben wieder Gang kommen konnte, starb Anfang 2023 die langjährige Vorsitzende, Erika Reuther, die mehr als 40 Jahre lang den Ortsverein mit viel Engagement und Herzblut geprägt hatte.

Vor 60 Jahren, 1964, wurde die Dannstadter Awo gegründet und konnte 1975 mit dem Seniorentreff in die Friedenstraße 21 einziehen. Fand anfangs an fünf Nachmittagen in der Woche ein Treff für Senioren zum geselligen Beisammensein statt, wurde dieses Angebot dann mit der Zeit auf zwei Nachmittage in der Woche reduziert. Kaffee und Kuchen, Sitzgymnastik, Skat-, Rommé- und Spielrunden, ein Männerstammtisch, Frauentreff sowie auch für kleinere Geldbeutel erschwingliche Ausflüge, Weihnachts-, Oster- und Fastnachtsfeiern sowie Grill- und Hoffeste sowie Basare für soziale Zwecke gehörten über Jahrzehnte zum festen Programm. Sie wurden von Erika Reuther und ihrem Helferteam mit viel Engagement ausgeführt – bis eben die Corona-Pandemie die Awo-Ortsgruppe zum Schließen zwang.

Reuthers Lebenswerk fortführen

Doch der Dornröschenschlaf soll beendet werden. Deshalb traf sich in diesem Sommer sich dann eine kleine Gruppe an Mitgliedern, um zu beraten, wie es mit der Awo in Dannstadt-Schauernheim weitergehen soll. „Es gab drei Optionen: Auflösung, Fusion mit einem der benachbarten Ortsvereine oder eine Wiederbelebung“, sagt Ulrike Lösch-Schölles. Sie ist seit Ende August die neue Awo-Vorsitzende. „Wir haben uns für eine Wiederbelegung entschieden, auch um das Lebenswerk von Erika Reuther fortzuführen.“

Die Awo habe im Dorf einen guten Ruf im Hinblick auf die Angebote für Senioren, soziales Engagement und die Ausflüge seien noch heute legendär, wie sich immer wieder in Gesprächen zeige. Es fand sich ein Team um Ulrike Lösch-Schölles und ihre Stellvertreterin Ulrike Vogel: Gerlinde Braun, Ingo Dierck, Marina und Ingrid Härtel, Paula Hüls, Gerald Niefer, Monika und Werner Schlieger und Uwe Schölles wollen zukünftig mit den Vorsitzenden die Geschicke der Awo gemeinsam leiten.

„Fest zum Advent“ Ende November

Mit einem ersten Helfertreffen, zu dem ein Dutzend Mitglieder gekommen waren, wurde ausgelotet, an welchen Angeboten weiterhin oder neues Interesse besteht und ob es Menschen gibt, die sich mit ihren Fähigkeiten einbringen können und wollen. Einig waren sich alle Anwesenden, dass ein Neustart langsam angegangen werden müsse. So soll es ab Januar donnerstags erst einmal wieder Kaffeenachmittage geben, damit das neue Team und die Besucher sich kennenlernen können. Weitere Ideen sind ein Handy-Café, Skatrunden – auch für Anfänger, Spielenachmittage, ein Quiznachmittag, Gehirnjogging, offenes Singen, Erzählcafés, ein Männerstammtisch, Vorträge etwa zum Thema Sicherheit und Sonderaktionen wie Ausflüge, ein Repair-Café und besondere Veranstaltungen wie zu Fasnacht.

Konkret geplant wird für dieses Jahr noch für die letzte Novemberwoche ein „Fest zum Advent“. „Damit wollen wir zeigen, dass wir noch da sind“, erläutert Ulrike Lösch-Schölles. Außerdem ist noch eine Weihnachtsfeier in Planung. „Wir müssen erst einmal schauen, wer zu unseren Angeboten kommt und wie es angenommen wird. Wir werden Dinge ausprobieren und müssen dann nachjustieren“, blickt Ulrike Lösch-Schölles in die Zukunft.

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