Limburgerhof
Neuer Marketingverein ist die Rettung fürs Straßenfest
In den vergangenen Jahrzehnten hat der Verein der Selbstständigen das Straßenfest organisiert. Doch dessen Vorsitzender Andreas Gouthier habe sich aus familiären Gründen nicht mehr zur Wahl gestellt, erläutert Bürgermeister Andreas Poignée (CDU). Ein Nachfolger habe sich nicht gefunden, der Verein musste sich daraufhin auflösen. So zumindest habe Poignée das gehört. Daraufhin seien Judith Wenzel und Karim Rosfa, zwei Standbetreiber des Straßenfestes, auf den Bürgermeister zugekommen und hätten ihn gefragt, was sie tun können, um die Veranstaltung zu retten. Damit haben die beiden wohl einen Stein ins Rollen gebracht.
Das Thema wurde nichtöffentlich im Gemeinderat diskutiert und ein Auftrag an Poignée herangetragen: Er solle einen Verein gründen und Sorge tragen, dass das Fest stattfinden kann. Mitstreiter hat der Bürgermeister schnell gefunden, darunter Markus Schlereth, der für viele Vereine im Ort steht und für den Sportbund Schulungen für Vereinsmanagement gibt. Des Weiteren sind der Ortsbeigeordnete Michael Goldschmidt sowie Uwe Zürker, Geschäftsführer der Verwaltung im Rathaus, Andreas Langohr, Tobias Horn und eben Judith Wenzel und Karim Rosfa dabei. Am 16. April haben sie den Marketingverein Limburgerhof gegründet in der Hoffnung, dass er bald viele weitere Mitglieder haben wird.
„Der Marketingverein möchte eine Plattform sein für Institutionen, Vereine und Gewerbetreibende“, erklärt Poignée weiter. „Zweck ist die Koordination, Integration, Moderation von Veranstaltungen und Events im Bereich Kunst, Kultur und Ortswirtschaft in Limburgerhof“, ergänzt Goldschmidt und betont: „Ganz wichtig: Wir wollen keine Konkurrenz zu örtlichen Vereinen sein. Wir wollen Bürger, Vereine und Geschäftsleute zusammenbringen“. Wenn von dort eine Idee vorgebracht werde, dann könnte das zum Beispiel als ein Projekt unter dem Dach des Marketingvereins laufen.
Verein will beraten und unterstützen
Der Verein oder die Bürger bekämen einen Ansprechpartner und das geballte Know-how des Marketingvereins Limburgerhof zur Seite gestellt. „Ganz wichtig ist auch, dass die Veranstalter dann über den Marketingverein einen Versicherungsschutz haben“, erklärt Schlereth. Und der Weg zur Verwaltung sei denkbar kurz, denn die Gemeinde Limburgerhof hat entsprechend der Vereinssatzung immer einen Sitz im Vorstand. Das ist im Moment Andreas Poignée, der sich, wie er erklärt, als Bürgermeister, aber auch als Privatperson im Verein engagiert. Sollte sich daraus einmal ein Interessenkonflikt ergeben, würde Poignée sich in diesem Fall aus der Verwaltung heraushalten.
Das erste große Projekt des Marketingvereins Limburgerhof ist nun das Straßenfest. „Wir sind aber nicht nur für das Straßenfest da“, stellt Goldschmidt klar. Der Marketingverein könne, wenn gewünscht, auch als Interessengemeinschaft der Gewerbetreibenden oder der Vereine im Ort fungieren, entweder beratend oder als Heimat für eine Projektgruppe. „Wo man unsere Unterstützung braucht, bieten wir sie an“, erklärt der Bürgermeister.
Der neue Marketingverein soll sich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden finanzieren. Davon dürften aber nicht die Kosten für das Straßenfest oder ähnliche Veranstaltungen finanziert werden. Im Falle des Straßenfestes geschieht das daher über den Standpreis. „Wir laden alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Organisationen herzlich ein, sich aktiv am Marketingverein Limburgerhof zu beteiligen und gemeinsam an der positiven Entwicklung unserer Gemeinde mitzuwirken“, sagt Poignée.
Noch Fragen?
Der Marketingverein Limburgerhof ist erreichbar per E-Mail an: kontakt@marketingverein-limburgerhof.de. Infos gibt es bald im Netz unter www.mvli.de.