Rhein-Pfalz Kreis Neue Technik für Kläranlage

Der Abwasserzweckverband Mittleres Eckbachtal (AME) der Verbandsgemeinden Grünstadt-Land und Lambsheim-Heßheim hat 2016 fast 150.000 Euro in die Technik seiner Kläranlage in Heßheim investiert. Das geht aus dem Jahresabschluss hervor, den die Verbandsversammlung am Dienstag abgesegnet hat.
Die Bilanz schließt in Aktiva und Passiva mit rund 320.000 Euro ab, das kleine Plus von 134 Euro kommt von der Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Heßheimer Kläranlage, die 2006 installiert wurde und im vergangenen Jahr 44.683 Kilowattstunden Strom ins öffentliche Netz eingespeist hat. Der Eigenbetrieb, der das Abwasser von 13 Ortsgemeinden reinigt, verfolgt keine Gewinnabsicht. Vielmehr erhebt das Abwasserwerk von seinen Mitgliedern Investitions- und Betriebskostenumlagen, die ein ausgeglichenes Jahresergebnis gewährleisten. Von den Umsatzerlösen in Höhe von 898.000 Euro stammen knapp 454.500 von der Betriebsumlage der VG Grünstadt-Land, rund 367.300 Euro von der VG Lambsheim-Heßheim und fast 23.000 Euro aus dem Betrieb der Fotovoltaikanlage. Ihnen stehen die Kosten für Material, Personal und sonstige Aufwendungen gegenüber. Investiert wurden rund 147.700 Euro in eine Technik, die hilft, den Eintrag des Schadstoffs Phosphor ins Gewässer zu reduzieren. „Die Obere Wasserbehörde hatte zur Umsetzung der aktuellen Wasserrahmenrichtlinie den Grenzwert von 1,5 auf 1,0 Milligramm pro Liter verringert“, erläuterte Werkleiter Normann Geisler auf RHEINPFALZ-Anfrage. Der strengere Wert gilt seit 1. Dezember 2016. Verbandsvorsteher Reinhold Niederhöfer (SPD), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land, berichtete der AME-Versammlung am Dienstagabend erfreut, dass die Kosten seit der Inbetriebnahme des Abwasserwerks 2003 nahezu konstant seien, der Stromverbrauch im Vergleich zum Vorjahr sogar gesunken sei: von 635.000 auf 630.000 Kilowattstunden. Geisler: „Bis 2011 lag der Jahresenergiebedarf für die biologische Abwasserreinigung bei durchschnittlich 800.000 Kilowattstunden.“ Durch die Optimierung des Belüftungssystems und die Umstellung der Pumpen- und Rührwerksintervalle sei es gelungen, den Verbrauch fortwährend zu senken.