Birkenheide
Neue Kita: Gemeinde will anderen Weg gehen
Wenn Kinder von Lehrern über die Ferien Hausaufgaben mitbekommen, ist die Begeisterung in der Regel eher mäßig. Die Mitglieder des Birkenheider Ortsgemeinderats dürften aber die von Bürgermeisterin Juliane Popp gestellte Aufgabe mit Interesse angehen. Die zentrale Frage dazu kam zwischen den Tagesordnungspunkten sechs (Investitions- und Erhaltungsprogramm) und sieben (Steuerhebesätze), formal gesehen eine Anmerkung zum Investitionsprogramm.
Denn in diesem sind für die kommenden Jahre 3,1 Millionen Euro für den Bau einer neuen Kindertagesstätte vorgesehen. Was Juliane Popp zu der Frage führte: „Wollen und können wir uns das leisten?“ Die Antwort gab sie selbst: „Es kann so nicht gehen.“
Auf die Kita verzichten will die Ortsgemeinde aber nicht. Auch wenn Popp betonte, dass in der Gemeinde derzeit jedes Kind einen Kitaplatz habe und das auch in Zukunft so sein werde. Trotzdem: „Das Kreisjugendamt fordert eine Kita mit Krippenplätzen.“ Geplant ist eine dreigruppige Einrichtung, in der auch Kinder ab einem Jahr aufgenommen werden können.
Da der Bürgermeisterin zufolge die anderen Gemeinden in der Verbandsgemeinde auch an dieser Stelle der Schuh drückt, ist ihre Idee, die neue Kita als Kita der Verbandsgemeinde einzurichten. Die entsprechende und bereits vorliegende Baugenehmigung werde man dann an die Verwaltung der Verbandsgemeinde weitergeben.
Und da kommen die Hausaufgaben ins für die Ratsmitglieder ins Spiel. Diese sollen sich nämlich bis zur nächsten Ratssitzung im Februar Gedanken darüber machen, ob sie diesen Plan mittragen wollen. Verbandsbürgermeister Paul Poje (CDU) zeigte sich aufgeschlossen: „Ich bin dafür offen. Aber am Ende liegt die Entscheidung natürlich beim Verbandsgemeinderat.“ Doch bevor sich dieser mit der Materie befassen muss, sind erst mal die Birkenheider Ratsmitglieder gefragt. „Zuerst müssen wir uns einig sein“, betonte Popp.