Rhein-Pfalz Kreis Nachruf: Ein Musiker und Macher

«Dannstadt-Schauernheim.» Ingo Dorn ist 80-jährig gestorben. Er hat sich als Hornmeister mit den Schlossbläsern Fußgönheim bundesweit einen Namen gemacht. Dorn hat sich auch in Wissenschaft, Vereinen und der Politik engagiert.
Mit reiterlicher Jagdhornmusik beschäftigte sich Dorn erst als Rentner. Zuvor hatte er als Leiter der Rückstandsverbrennung der BASF viel zu tun. Der promovierte Verfahrenstechniker war ein führender europäischer Experte für Verbrennungstechnik und Inhaber einiger Patente. Er hatte einen Lehrauftrag an der Uni Stuttgart. Als er 1997 in Ruhestand ging, nutzte er die Zeit für seine Hobbys. Auch in der Freizeit war er ein „Macher“: Er war Mitbegründer der Hansa-Segelkameradschaft am Otterstädter Altrhein, engagierte sich im Vorstand des Reit- und Fahrvereins Fußgönheim und war Ortsvereinsvorsitzender des Technischen Hilfswerks (THW) in Ludwigshafen, wo er unter anderem einen Einsatz in Sambia leitete. Auch in der Kommunalpolitik war Dorn eine Weile aktiv, als Ortsbeigeordneter für die CDU in seinem Wohnort Dannstadt-Schauernheim. Als Jugendlicher hatte sich der gebürtige Ludwigshafener erstmals mit Musik beschäftigt, im Rentenalter wurde eine echte Liebe daraus. Er erlernte das Spiel von Jagd-, Parforce- und Waldhorn. Er war vor über 20 Jahren Mitgründer der Schlossbläser Fußgönheim, die auf bundesweiten Wettbewerben mehrfach prämiert wurden. Die Truppe ist durch ihre Auftritte und historischen Kostüme weit über Fußgönheim hinaus bekannt. 2015 wurden die Schlossbläser mit dem Kulturförderpreis des Rhein-Pfalz-Kreises ausgezeichnet, was den Hornmeister Dorn mit Stolz erfüllte. Wer Ingo Dorn kannte, musste ihn einfach schätzen: er war ein liebenswerter und lebensfroher Familienmensch. Am 10. Februar ist er nach kurzer Krankheit gestorben. Er hinterlässt eine Frau, drei Kinder und sechs Enkel.