Dannstadt-Schauernheim
Nach Unfall: Sperren für sicheres Radeln
Die rot-weißen Umlaufsperren befinden sich nördlich und südlich der Einmündung des Geh- und Radwegs, der vom Baugebiet „Seebachring“ in die Schauernheimer Straße führt. Sie sollten Fahrradfahrer ausbremsen und seien wegen eines Unfalls aufgestellt worden. Das zumindest habe seine Fraktion sozialen Medien entnommen, erklärt Christdemokrat Rainer Keck und hakt bei der jüngsten Zusammenkunft des Rats bei der Verwaltung der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim nach. Ist der Ortsgemeinderat für das Anordnen von Umlaufsperren auf Geh- und Radwegen im Dorf zuständig? Und falls nicht, wer dann? Das möchte Keck von den Behördenvertretern erfahren.
Darüber hinaus interessiert ihn, warum nach diesem Unfall derart schnell Maßnahmen umgesetzt wurden, nach anderen Unfällen aber nichts passiert ist. Und: „Gibt es Alternativen zu den aufgebauten Umlaufsperren? Falls ja, welche?“, fragt Keck. Nach welchen Kriterien werden solche Vorkehrungen zur Verkehrssicherheit geplant?
Gemeinde muss handeln
Stefan Veth (CDU), Bürgermeister der Verbandsgemeinde, bittet um den schriftlichen Fragenkatalog und sichert zu, die gewünschten Antworten zu liefern. Spontan erinnert er sich, dass vor mehreren Wochen zwei Fahrradfahrer zusammenstießen und sich einer dabei schwer verletzte. In der Folge habe das Ordnungsamt zur Gefahrenabwehr die Umlaufsperren aufstellen lassen.
Auch die RHEINPFALZ hat dazu einige Fragen. Vor allem: Von welchem Unfall ist hier die Rede? Wann hat sich der ereignet und was ist geschehen? Welche Gefahr genau sollen die rot-weißen Umlaufsperren abwehren? „Der Unfall war am 13. April gegen 17.20 Uhr“, berichtet Ute Günther, Pressesprecherin der Verbandsgemeinde. Demnach sei ein Radfahrer vom Seebachring kommend auf den Geh-/Radweg in der Schauernheimer Straße gefahren und dort mit einem Radler kollidiert, der gerade aus Schauernheim kommend Richtung Ampelkreuzung unterwegs war. Dabei habe sich derjenige verletzt, der vom Seebachring kam.
Komme es wie in diesem Fall zu Verletzten, handle es sich um eine Gefahr im Sinne des rheinland-pfälzischen Polizei- und Ordnungsgesetzes, erklärt Günther weiter. Deshalb habe die Verbandsgemeinde als zuständige Ordnungs- und Straßenverkehrsbehörde nach pflichtgemäßem Ermessen gehandelt und Maßnahmen getroffen. Allerdings seien diese noch nicht optimal umgesetzt. „Denn eigentlich sollten an zwei Stellen jeweils zwei dieser Umlaufsperren stehen. Aktuell steht aber nur jeweils eine dort“, teilt sie mit. Das müsse nun überprüft und gegebenenfalls nachgebessert werden.