Rhein-Pfalz Kreis Nach 30 Jahren Abschied von „tollem Beruf“

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Dannstadt-Schauernheim / Assenheim. Drei Jahrzehnte lang hat Pfarrer Peter Maier die protestantischen Kirchengemeinden Assenheim und Dannstadt betreut. Nun ist der Theologe in Ruhestand getreten und mit einem Gottesdienst verabschiedet worden. „Es ist ein toller Beruf mit einer Vielfalt an Aufgaben und Menschen, mit denen man es zu tun hat“, ist Peter Maier auch nach 30 Amtsjahren noch begeistert.

„Hier kam von Anfang an viel positive Resonanz, und ich habe mich immer von den Gemeinden getragen gefühlt“, sagt der 60-Jährige. Dass er so lange hier geblieben sei, liege auch an der Konstellation der seit den 1970er Jahren bestehenden Verbandspfarrei. Durch den Kanzeltausch hätten die Gemeindemitglieder immer die Möglichkeit, auch mal andere Pfarrer predigen zu hören und andere theologische Gedanken kennenzulernen. Angetreten hat Peter Maier die Stelle in den Doppelgemeinden Assenheim und Dannstadt im April 1986 als Nachfolge von Pfarrer Karl Börner. „Das war damals mit 3000 Gemeindemitgliedern eine der größten Kirchengemeinden.“ Zuvor studierte Maier Theologie in Mainz und Heidelberg und absolvierte sein Vikariat in der Pauluskirche Kaiserslautern sowie in Winchester/England. Sein Ziel sei dabei immer die Gemeindearbeit gewesen. „Ich bin als Jugendlicher durch unsere damalige Pfarrerin, die spätere Neustadter Dekanin Helke Müller, geprägt worden. Und nach Stöbern in der Pfarrhausbibliothek ist das Interesse an Theologie erwacht“, blickt er zurück. Bald nach Amtsantritt wurde der junge Pfarrer mit der umfangreichen Kirchen- und Orgelsanierung in Assenheim ins kalte Wasser geworfen. „Von außen sieht keiner, welch enormer Verwaltungsaufwand in einem Pfarramt anfällt“, erläutert Peter Maier. „Aber ich habe Verwaltung immer als Abwechslung zu den anderen Aufgaben empfunden“. Bauarbeiten sollten dann seine gesamte Amtszeit durchziehen: Der Neubau des Dannstadter Gemeindehauses und des Assenheimer Kindergartens, Renovierungen der Dannstadter Kirche, Aus- bau der Kindertagesstätten und die Umgestaltung des Assenheimer Kirchgartens. Am Ende folgte noch der ihm am Herzen liegende barrierefreie Zugang zur Dannstadter Kirche und die Modernisierung der Heizungs- und Läuteanlage in der Assenheimer Kirche. Wichtig waren dem 60-Jährigen aber immer die Seelsorge, die Kasualien (Taufe, Konfirmation, Trauung und Beerdigungen) sowie die sonntäglichen Predigen. Darin investierte er viel Zeit und Herzblut. Seine besondere Leidenschaft waren die Konfirmationen, die er mit den Konfirmanden aufwendig mit Texten, Liedern und Kulissen jeweils zu einem speziellen Thema gestaltete. Zu Beginn seiner Amtszeit wurde sein Umgang mit Jugendlichen von vielen als unkonventionell empfunden: „Dass ich mich von denen habe duzen lassen, stieß lange auf Unverständnis“. Damit weckte er allerdings bei vielen die Begeisterung für die Kirche und konnte einen großen jugendlichen Mitarbeiterstab aufbauen. „Überhaupt ist der große Kreis an Ehrenamtlichen ein großer Reichtum in den beiden Kirchengemeinden“, lobt Peter Maier. Dazu beigetragen hat sicher, dass er ihnen und ihren Ideen Raum gegeben hat. So konnte er mit einer Gemeindepädagogin ein reiches Angebot an Freizeiten und Projekten bis hin zu Musical-Wochen und Mitmach-Ferien ins Leben rufen. „Erst einmal die freien Wochenenden genießen und viel lesen“, antwortet Maier spontan auf die Frage nach seinen Plänen im Ruhestand. „Ich würde mich auch gerne weiter mit der zum Assenheimer Kirchenjubiläum begonnenen Erforschung der Kirchen- und Dorfgeschichte befassen“. Aber zunächst dürfte das Auspacken der Kisten in der neuen Wohnung in Frankweiler auf dem Programm des Bücherliebhabers stehen. Außerdem führt er bis zur Neubesetzung der Pfarrstelle die Geschäfte der beiden Kirchengemeinden. |acl

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