Rhein-Pfalz Kreis RHEINPFALZ Plus Artikel Mutterstadter Feuerwehr feiert mit buntem Programm und kleinem Feuer

Wasser marsch: Die Jugendfeuerwehr löscht die brennende Gitterbox. Foto: mtb
Wasser marsch: Die Jugendfeuerwehr löscht die brennende Gitterbox.

Zwei Tage lang hat die Feuerwehr Mutterstadt gefeiert. Stand am ersten Festtag die Party im Mittelpunkt, zeigten die Wehrleute am zweiten Tag, was sie drauf haben. Wehrleiter Rüdiger Geib und alle Beteiligten zeigten sich hinterher rundum zufrieden.

Eine lange Schlange an der Bon-Kasse in der Mittagszeit ist stets ein gutes Zeichen für ein Feuerwehrfest. Die Besucher essen und trinken reichlich. Bei herrlichem Sommerwetter haben sich die meisten in der schattigen Fahrzeughalle niedergelassen. Der mit Sonnenschirmen abgeschattete Vorplatz bietet derweil genügend Platz für Freunde der frischen Luft. Während die Erwachsenen für eine leckere Grillwurst mit Kartoffelsalat oder das gut bestückte Kuchenbuffet der Landfrauen anstehen, dürfen sich die Kinder an der Hüpfburg noch ein wenig austoben. Ein kleines Karussell und ein Stand mit Büchsenwerfen und Luftballonschießen runden das Angebot für die Kleinen ab.

Ein Magnet für Jung und Alt sind aber die ausgestellten Feuerwehr-Fahrzeuge. Bei den in Reih und Glied geparkten roten Autos gibt es unter der fachkundigen Aufsicht freundlicher Wehrleute stets einiges zu entdecken. „Entscheidend ist, dass alles seinen Platz hat, um so im Ernstfall schnell zur Hand zu sein“, sagt Dennis Houben, Chef der Jugendfeuerwehr. „Mit ungefähr 100 Einsätzen im Jahr ist unsere Freiwillige Feuerwehr gut ausgelastet. Umso wichtiger ist es, dass wir uns momentan über Nachwuchs keine Sorgen machen müssen. Mit 21 Jungen und Mädchen von zehn bis 16 Jahren haben wir unsere Obergrenze für die Ausbildung erreicht,“ erklärt Houben.

Plötzlich ertönt Sirenengeheul

Ein paar Schritte weiter hat der Förderverein Kindernotarzt einen umlagerten Pavillon aufgebaut. Der Verein um den Kinder- und Notarzt Dr. Ingo Böhn hat es sich seit 17 Jahren zur Aufgabe gemacht, speziell für Notfälle, bei denen Kinder betroffen sind, mit einem eigenen Fahrzeug Erste Hilfe zu leisten. „Unser Verein hat mittlerweile 398 Mitglieder“, erläutert Vereinssprecherin Maria Angel. „Fahrzeug und Ausrüstung werden komplett aus Beiträgen und Spenden finanziert. Mit 450 bis 500 Einsätzen pro Jahr leisten wir gerade in der Erstversorgung von Kindern einen wichtigen Beitrag.“

Plötzlich ertönt Sirenengeheul in der sommerlichen Atmosphäre. Auf der Wiese neben dem Gerätehaus brennt eine Gitterbox. Ein Feuerwehrauto, besetzt mit dem Löschzug der Jugendfeuerwehr, fährt auf das Gelände. Zunächst wird das zu löschende Objekt vom Zugführer begutachtet. Die Mannschaft nimmt vor dem Fahrzeug Aufstellung und dann geht es ganz schnell. Schläuche werden ausgerollt, die Spritzenleute mit Gesichtsschutz und voller Montur stehen vor den Flammen. Dann heißt es auch schon: „Wasser marsch!“ Nach wenigen Minuten hat der Nachwuchs den Kampf gegen die Flammen gewonnen. Die verkohlten Überreste der Box qualmen, die Zuschauer applaudieren.

Kontakt

www.feuerwehr-mutterstadt.de

www.kindernotarzt.org

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