Rhein-Pfalz Kreis
Mutterstadt: Nach Brand bei Zeller wird weiter ermittelt
Schon wieder hat es bei der Recyclingfirma Zeller in Mutterstadt gebrannt. Gegen 19.30 Uhr stand am Sonntag ein Lager mit Gewerbeabfall und Sperrmüll in Flammen. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Nacht hinein. Die Polizei ist auf Spurensuche, noch ist offiziell nicht geklärt, warum das Feuer ausgebrochen ist.
Ein Blitz kann an diesem freundlichen Spätsommerabend nicht der Brandauslöser gewesen sein. Keine Wolke am Himmel, um so mehr fiel später die Rauchsäule über dem Gelände der Mutterstadter Recyclingfirma auf. War es fahrlässige Brandstiftung? Das vermutete die Polizei noch am späten Sonntagabend. Am Montag gibt es von Seiten des Polizeipräsidiums in Ludwigshafen keine Informationen mehr. Zu diesem Zeitpunkt wird in Mutterstadt schon wieder Kerwe gefeiert.
Das Fest vor dem Rathaus war am Sonntag nicht in Gefahr, abgebrochen zu werden. Bürgermeister Hans-Dieter Schneider (SPD) stand nach eigenen Angaben die ganze Zeit über mit der Feuerwehr in Kontakt. „Wenn es irgendwie gefährlich geworden wäre, hätte ich sofort Informationen bekommen“, sagt er am Montagmittag. „Aber der Brandgeruch ist von einigen Leute doch bemerkt worden.“
Über die Katwarn-App war eine entsprechende Warnung veröffentlicht worden. Darin hieß es: „Es kann zu Geruchsbelästigungen und Sichtbehinderungen in Mutterstadt, Dannstadt, Limburgerhof, Schifferstadt und Bereichen von Ludwigshafen kommen.“ Erhöhte Schadstoffwerte lagen jedoch nach Angaben der Feuerwehr, die mit zwei Messgerätewagen unterwegs war, keine in der Luft. Insgesamt waren 75 Einsatzkräfte mit 15 Fahrzeugen der Feuerwehren Mutterstadt, Limburgerhof, des Gefahrstoffzugs Rhein-Pfalz-Kreis und der Berufsfeuerwehr Ludwigshafen im Einsatz.
Es ist der dritte Brand in diesem Jahr
Mit Wasserrohren und -werfern versuchten die Wehrleute den Flammen in einem Lager für Sperrmüll und Gewerbeabfälle Herr zu werden. Mit Radladern wurde der brennende Müll aus der Halle geholt und abgelöscht. Gegen zwei Uhr konnte der Einsatz – eine Brandwache musste allerdings bleiben – als beendet erklärt werden. Der Schaden wird seitens der Ermittler auf rund 150.000 Euro geschätzt.
In diesem Jahr hat es bereits zwei Mal bei Zeller gebrannt. Zuletzt hatte im Juni ein Blitz ein Feuer entfacht, das einen Schaden von rund 220.000 Euro anrichtete. Kein Blitz, kein großes Feuer aber ein Schaden von 1,8 Millionen Euro war die Bilanz eines Einsatzes der Feuerwehr Anfang März, als eine Sperrmüll-Aufbereitungsanlage bei der Mutterstadter Recyclingfirma brannte.btw/fkk