Rhein-Pfalz Kreis RHEINPFALZ Plus Artikel Mutterstadt: Musical-Klassiker verzaubert Große und Kleine

Nicht mit den Augen, sondern mit dem Herzen sollte Belle schauen.
Nicht mit den Augen, sondern mit dem Herzen sollte Belle schauen. Foto: rnc

Ein geheimnisvolles Schloss, ein sprechender Spiegel, ein Feuerwerk an Farben, betörendem Gesang und anmutigem Tanz – das Theater Liberi schaffte es mal wieder, mit seiner Aufführung Kinder wie Erwachsene zu verzaubern. Vergangenen Samstag führten sie das berühmte Musical „Die Schöne und das Biest“ auf.

Viele Familien mit Kindern kamen an dem Nachmittag ins Mutterstadter Palatinum und ließen sich nur zu gerne in das faszinierende Reich der Märchen und Träume entführen. Zwei Stunden lang bot das Ensemble des Theaters Liberi dem Publikum Musicalkunst vom Feinsten.

Nebel waberte über die Bühne, Blitze zuckten und dunkles Donnergrollen sorgte für eine fast schon gespenstische Szenerie auf der Bühne. Wie gut, dass man sich an der Hand von Mama, Papa, Oma oder Opa festhalten konnte. Groß und Klein verfolgten gebannt das Geschehen um „La Belle et la Bête“, wie das Volksmärchen im französischen Original heißt.

„Hallo, ist hier jemand“, rief Belles Vater fragend aus der Finsternis heraus. Hilflos irrte der Kaufmann im Wald um das Schloss umher und hoffte auf Hilfe. Ein Spiel um Leben und Tod entspann sich. Als er für seine Tochter Belle heimlich eine Rose pflückte, forderte der mysteriöse Schlossherr, welcher einem Fluch erlegen war, dafür einen hohen Preis. Belle wurde dazu verdammt, für das Vergehen ihres Vaters fortan hinter den Schlossmauern in Gefangenschaft zu leben. Doch die anfängliche Angst vor dem Biest wich zusehends einer wachsenden Neugier, was sich hinter der harten Schale des furchteinflößenden Geschöpfs wohl verbergen möge. „Wer bist Du“, fragte die junge Frau ihn mutig.

Und dann begann der Tanz ihres Lebens

Das Biest sah schon gruselig aus, doch die Kinder im Saal erschreckte das nicht. Mit ihrer kindlichen Wachsamkeit hatten sie den guten Kern in der scheinbar finsteren Gestalt doch bald entdeckt und riefen ihm immer wieder aufmunternd zu. Auch fühlten sich die Kleinsten im Saal oft vom Spiel auf der Bühne miteinbezogen und echoten manche Texte der Schauspieler zum allgemeinen Vergnügen lauthals nach. In Belle wurden Träume wach, den Prinzen ihres Lebens zu finden. Hoffnung keimte in ihr auf, als eines Tages eine weise Stimme aus dem Schlossspiegel zu ihr sprach: „Sieh nicht mit den Augen, hör’ auf Dein Herz!“ Das ließ sich die schöne Kaufmannstochter trotz der Unkenrufe ihrer Freundinnen nicht zweimal sagen. „Möchtest Du heute Abend mit mir tanzen“, lautete schließlich die alles entscheidende und erlösende Frage Belles an das ungläubig staunende Biest. Und ihr Walzer zu zweit in das Leben begann...

Die sechs Ensemblemitglieder von Liberi eroberten mit ihrer sichtbaren Spielfreude die Herzen des Publikums im Sturm. Manchmal mussten sie mit ihren Doppelrollen und dem eigenhändigen Verrücken der Kulisse in den kleinen Spielpausen regelrecht Schwerstarbeit leisten. Viele kleine Pointen brachten die großen und kleinen Zuschauer herzlich zum Lachen. Beim Lied „Komm’, lach doch einfach mit“, mit dem das Biest aufgeheitert werden sollte, sang und klatschte das Publikum begeistert mit. Die prächtig gestaltete Bühne, fantasievolle Kostüme und Masken taten ein Übriges und entführten die Zuschauer in ein wahres Märchenland. Das Publikum bedankte sich mit langanhaltendem Applaus für eine tolle Aufführung.

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Informationen über weitere Aufführungen und Stücke des Theaters Liberi gibt es im Netz unter https://theater-liberi.de/.

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