Rhein-Pfalz Kreis Mut zum Händereichen: Zentrale Feierstunde zum Volkstrauertag in Mutterstadt
Die zentrale Feier des Rhein-Pfalz-Kreises zum Volkstrauertag hat gestern bei typisch nass-kaltem Novemberwetter auf dem neuen Friedhof in Mutterstadt stattgefunden. Gedacht wurde der Kriegstoten und Opfern von Gewaltherrschaft.
Landrat Clemens Körner (CDU) sowie Pfarrer Heiko Schipper hielten die Ansprachen. Der Pfarr-Cäcilien-Verein unterstützte die Veranstaltung mit einem Liedvortrag. Der Posaunenchor trug einen Choral vor. Im gemeinsam gesungen Lied standen Frieden und der Mut zum Händereichen im Mittelpunkt, ehe der Kranz niedergelegt wurde. Neben der zentralen Veranstaltung des Kreises gab es zahlreiche örtliche Gedenkminuten auf den Friedhöfen.
Der Volkstrauertag wurde in Deutschland 1922 eingeführt, um den Toten des Ersten Weltkriegs zu gedenken. Mittlerweile wurde dieser Gedanke aber längst erweitert: Es heißt, dass nicht nur an Kriegstote, sondern auch an Opfer von Gewaltbereitschaft und Gewaltherrschaft erinnert werden soll. Dazu zählen unter anderem auch Opfer rassistischer Übergriffe. Der Volkstrauertag ist ein sogenannter stiller Feiertag und wird immer zwei Wochen vor dem Ersten Advent begangen.