Waldsee
Mit Pfälzer Sirtaki zum Bratwurst-Wettbewerb nach Berlin
Gerade mal fünf Tage zuvor haben Heiner Krieger und Sohn Alexander von dem Wettbewerb der Bild-Zeitung gehört, bei dem die beste Bratwurst Deutschlands gesucht wurde. „Wir haben uns beworben und unser Konzept geschildert und nur ein paar Stunden später habe wir den Anruf bekommen, dass wir kommen dürfen“, erzählt Alexander Krieger. Er vermutet, dass die Philosophie des Familienbetriebes, auf die Herkunft des Fleisches zu achten sowie kein Nitritpökelsalz, Geschmacksverstärker und Phosphate zu verwenden, aber auch die Geschichte des Wurstwerks entscheidend gewesen sind.
Heiner Krieger ist zwar gelernter Metzgermeister, hat beruflich aber etwas ganz anderes gemacht. Nach der Pensionierung hat er in der heimischen Wurstküche in der Beethovenstraße 4 angefangen, wieder Wurst zu machen, zunächst, um Familie und Freunde mit Hausmacher zu versorgen und später auch Hofläden und Marktstände zu beliefern. Inzwischen hat das Wurstwerk eine recht große Fangemeinde, die regelmäßig zum Hofverkauf jeden Freitag von 16 bis 18 Uhr und jeden Samstag von 10 bis 13 Uhr kommt. Nun also wurde das Wurstwerk als einer von zehn unter rund 100 Bewerbern zum Wettbewerb eingeladen worden.
Knappe Entscheidung
Und so haben die Kriegers ihre „Sirtaki-Bratwurst“ gemacht, in die Kühlbox gepackt und sind früh um fünf Uhr nach Berlin gefahren. Die Basis ist eine Pfälzer Hausmacher-Bratwurst, mit Feta, Oliven, Thymian und Rosmarin gewürzt. „Wir wollten schließlich die Pfalz vertreten, aber auch etwas Ausgefallenes bieten“, erklärt Alexander Krieger. Sie seien eigentlich ganz entspannt angereist unter dem Motto: Dabei sein ist alles. Als sie dann aber mit den anderen Teilnehmern und der fünfköpfigen Jury auf der Dachterrasse mit überwältigendem Blick über die Hauptstadt standen, sei dann doch ein Wettkampfgedanke aufgekommen. Vier Grills wurden aufgebaut. Die Teilnehmer mussten der Jury zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Wurst vorlegen, erklärt Krieger. Jeder der fünf Juroren hat Punkte vergeben, die dann zusammengerechnet wurden.
Ein bisschen enttäuscht waren die Kriegers dann schon, als sie erfuhren, dass sie in der Endabrechnung nur ganz knapp am dritten Platz vorbeigeschrammt sind. Allerdings sei das ja auch Geschmackssache, welche Wurst man am liebsten mag, findet Alexander Krieger. Eine Erklärung für das Ergebnis hat er allerdings schon: „Die Berliner essen am liebsten feine Bratwurst. Die drei Erstplatzierten des Wettbewerbs waren auch alles feine Bratwürste.“ Die hätten die Kriegers schon auch machen können, aber das hätte nicht zur Pfalz gepasst, findet der Waldseer.
Plaudern mit Sterneköchen
Dennoch sei die Reise nach Berlin ein ganz besonderes Erlebnis gewesen, finden Vater und Sohn. Der Austausch mit den anderen Teilnehmern und den Sterneköchen bei einem gemütlichen Umtrunk nach dem Wettbewerb sei sehr interessant gewesen. „Sie haben uns gesagt, wir sollen so weitermachen wie jetzt und im nächsten Jahr einfach wieder antreten.“ Das sei schon sehr motivierend gewesen. Ebenso die große Unterstützung durch die heimische Fangemeinde über die sozialen Medien.
Nun freut sich Heiner Krieger schon, endlich wieder in die Wurstküche zu dürfen. Denn am Wochenende gibt’s wieder Bratwurst. Dieses Mal unter anderem auch eine ganz exotische: „One night in Bangkok“ mit Mango, Kurkuma und Koriander. Und dann macht das Wurstwerk erst mal bis Mitte August Urlaub.
Kontakt
Vorbestellungen sind über die Homepage www.wurstwerk-krieger.de, per Telefon unter 06236 51285, per Whatsapp unter 0178 9163962 und per E-Mail an bestellung@wurstwerk-krieger.de möglich.